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MI | 11.04.2012
Präsidentin Michelle Bachelet und Bürgermeister Michael Häupl. (Bild: ORF)
Rathaus
Bachelet traf Wiener Exilchilenen
Berührende Szenen haben sich Samstagfrüh im Wiener Rathauskeller abgespielt. Am Rande des EULAC-Gipfels ist Chiles Präsidentin Michelle Bachelet mit Hunderten Exilchilenen zusammengekommen.
Stadtregierung hatte eingeladen
"Wien ist seit 1973 für viele Chilenen ein neues Zuhause geworden. Es freut mich, dass es Präsidentin Bachelet gelungen ist, so viele Vertreter dieser wichtigen Community im Wiener Rathaus zu treffen", sagte Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ). Er hatte gemeinsam mit Stadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) zu dem Treffen geladen.
Exilchilenen bejubeln ihre Präsidentin. (Bild: ORF)
Nach Putsch nach Wien geflüchtet
Die Wiener Gemeinde der Exilchilenen umfasst rund 1.500 Personen. Viele von ihnen landeten in Folge des faschistischen Putsches General Pinochets 1973 in Wien. Sie zogen in ein ehemaliges Kasernengelände in Simmering, das von den Chilenen "Macondo" getauft wurde.
Erste Präsidentin Chiles
Michelle Bachelet ist Kinderärztin, chilenische Ex-Gesundheitsministerin, Ex-Verteidigungsministerin und seit dem 11. März 2006 die erste Präsidentin Chiles. Sie gehört einem Mitte-Links-Bündnis von Sozialisten und Christdemokraten an.

Sie ist die Tochter des Luftwaffengenerals Alberto Bachelet, der beim Putsch gegenüber dem Präsidenten Salvador Allende loyal geblieben war und von Angehörigen des Regimes gefangen und gefoltert worden war. Ein Jahr darauf starb er. Bachelet und ihre Mutter flohen über Australien in die DDR.
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