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MI | 11.04.2012
Abgesperrter Flakturm im Augarten (Bild: APA)
Augarten
Herabfallende Betonteile beim Flakturm
Einer der beiden Flaktürme im Augarten ist vor wenigen Tagen aus Sicherheitsgründen großflächig abgesperrt worden. Es wird vor "herabfallenden Betonteilen" gewarnt. Einsturzgefährdet soll der Turm aber nicht sein.
Betonteile haben sich gelöst.
Abgelöste Teile werden abgetragen
Wie standfest und stabil der 51 Meter hohe Flakturm im Augarten ist, das klären derzeit Sachverständige. Betonteile haben sich gelöst und diese werden nun abgetragen, sagte Wolfgang Beer von der Burghauptmannschaft. Ein paar Hundert Tonnen an Material werden in den nächsten Wochen abtransportiert. Dazu wird wahrscheinlich sogar eine eigene Behelfsstraße errichtet.
Ursache für Absperrung: Lastenumlagerung
Die Absperrungen bleiben bis auf weiteres bestehen. Sie wurden bereits am Dienstag der Vorwoche angebracht. Ursache sei laut Beer eine Lastenumlagerung. Der Schuttkegel einer großen Explosion im Jahr 1946 sei vom sechsten in den fünften Stock heruntergekommen, die Außenwand wurde nach außen gedrückt. Auch eine Plattform löste sich nach außen.
Sicherungsmaßnahmen beim Flakturm
Ein Schild warnt Passanten vor dem Betreten der Baustelle. Begründet wird das mit "Sicherungsmaßnahmen". An einem von der Burghauptmannschaft Österreich angebrachten Text wird vor "herabfallenden Betonteilen" gewarnt.
Keine Gefahr im Verzug
"Es war zwar nicht Gefahr im Verzug, es waren aber doch die Sicherungsmaßnahmen notwendig", so der Burghauptmann. Um die nördliche Seite des Turms wurde ein Zaun in 100 Metern Entfernung errichtet.

Dieser soll um einen zweiten Zaun im Abstand von zehn Metern innerhalb des ersten ergänzt werden, damit keine Bälle von spielenden Kindern in den abgesperrten Bereich geraten können.
Ursprünglich für die Luftabwehr gebaut.
Sechs Flaktürme in Wien
Die Flaktürme wurden in den Jahren 1943/44 errichtet. Die Türme wurden ursprünglich zur Flugabwehr gebaut. Doch bereits zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung war ihr militärischer Wert fraglich, umso mehr gewannen sie als Luftschutzbauten an Bedeutung.

Heute gibt es verschiedene Pläne für die Nutzung der Flaktürme. Sechs Stück stehen davon noch in Wien.
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