Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Bemalte Tierurnen (Bild: APA)
Letzte Ruhe
Erster Tierfriedhof Wiens in Planung
Am Stadtrand von Wien in der Donaustadt soll Wiens erster Tierfriedhof entstehen. Der potenzielle Betreiber besitzt laut eigenen Angaben bereits ein 10.000 Quadratmeter großes Grundstück in Süßenbrunn.
Erste Beerdigungen im Frühjahr 2007 geplant.
Tierfriedhof neben Golfplatz
Das Grundstück liegt neben dem Golfplatz von Süßenbrunn. Spätestens im Frühjahr 2007 sollen die ersten Beerdigungen stattfinden. Laut dem Initiator Hans Szende sind alle Anträge eingereicht. Allerdings gibt es unterschiedliche Auffassungen zwischen Stadt Wien und dem Betreiber des Friedhofs.
Auflagen für den Tierfriedhof
Prinzipiell werden dem Antrag auf einen Tierfriedhof gute Chancen eingeräumt. Allerdings wird es eine Reihe von Auflagen geben. So dürften keine Tierkadaver bestattet werden, sondern nur Urnen, heißt es aus dem Büro der zuständigen Stadträtin Sonja Wehsely (SPÖ).

Dem widerspricht Szende. Nach österreichischem Recht sei das zwar verboten, aber laut einer EU-Richtlinie müsse die Genehmigung erteilt werden.
Sammelgrab, Bestattung im Urnenhain oder Einzelgrab.
4.000 Tiergräber geplant
Wenn alle Genehmigungen vorliegen, sollen 4.000 Tiergräber in der Donaustadt ausgehoben werden. Angeboten werden sollen ein Sammelgrab, eine Bestattung im Urnenhain oder eine Einzelgrabstelle. Die Trauerfeier kann auf Wunsch mit Orgelmusik, Gesang, Nachruf und Trauerzug gestaltet werden.

Auch bereits beerdigte Tiere sollen in den neuen Tierfriedhof umgebettet werden können.
Bis zu 680 Euro kostet Grab für drei Jahre
Wer sein Haustier bestatten lassen will, muss sich das einigen kosten lassen. Die Drei-Jahrespacht für ein Grab kostet je nach Tiergröße bis zu 680,20 Euro exklusive Mehrwertsteuer. Bei längerer Pachtdauer gibt es Rabatte.
100 Tiereinäscherungen in Simmering pro Monat.
Alternative: Tierkrematorium
Wer verhindern will, dass das tote Haustier zu Industriefett verwertet wird, dem bleibt als einzige legale Alternative das Tierkrematorium in Wien-Simmering.

Pro Monat werden dort rund 100 Tiere eingeäschert. Die Asche der Tiere kann mit nach Hause genommen werden. Die Urnen kosten von 48 Euro für das einfache Modell "Bordeaux" bis zu 123 Euro für das Luxusmodell "Pfötchen".
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