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MI | 11.04.2012
Abgesperrter Flakturm im Augarten (Bild: APA)
Augarten
Flakturm-Sanierung dauert länger
Die Sanierung des seit Mai abgesperrten Flakturms im Wiener Augarten wird sich noch bis Weihnachten ziehen. Zuerst war von zwei bis drei Monaten die Rede, doch der Arbeitsaufwand scheint größer als vermutet.
Seit Mitte Mai ist der Flakturm im Augarten Sperrzone.
Hunderte Tonnen Schutt abtransportieren
Bei dem durch eine Schuttverschiebung im Inneren statisch angeschlagenen Flakturm müssen mehrere hundert Tonnen Material abtransportiert werden.

Der Auftrag wurde wegen der Notsituation sehr schnell vergeben, so Burghauptmann Wolfgang Beer.

Das Volumen von 2,5 bis 3 Millionen Euro werde dabei eingehalten, umfasse allerdings lediglich die Kosten für die Entfernung sämtlicher lockerer Teile und nicht eine gänzliche Ausräumung des Turms vom Taubendreck.
Außenwand nach außen gedrückt
Bei der jüngsten Schuttverlagerung war die Außenwand des Bauwerks nach außen gedrückt worden, worauf sich eine der Plattformen lockerte.
Am Dienstag beginnen die ersten Arbeiten.
Wie ein hohler Zahn zu behandeln
Die Firma werde nun am kommenden Dienstag mit den ersten Vorarbeiten beginnen, kündigte der Burghauptmann an. Es sei dabei wie mit einem hohlen Zahn: Man werde sämtliche kranken Teile entfernen.

Bereits im Juli soll der provisorische Zugang für die Baufahrzeuge zum Park auf Höhe Obere Augartenstraße gelegt sein. Dies garantiere die kürzesten Wege und schone den Park. Dieser Behelfszugang soll auch nach Abschluss der Arbeiten als neuer Parkzugang bestehen bleiben.
Wiese bald frei?
Sollten die Sicherungsarbeiten zügig vorangehen, könnte außerdem vielleicht nach dem Sommer der Weg beziehungsweise die Wiese neben dem Turm wieder freigegeben werden, hoffte Beer.
Andere Flaktürme sind stabiler
Die übrigen fünf Wiener Flaktürme aus den Kriegsjahren 1943/44 gelten als stabiler im Vergleich zum jetzt sanierungsbedürftigen. Dessen Nordteil wurde durch eine große Explosion nach dem Krieg arg in Mitleidenschaft gezogen.

Damals, 1946, hätten Kinder mit der im Turm gelagerten Munition gespielt und seien mit zwei Waggonladungen davon in die Luft gegangen, so Beer. Die Südseite des Turmes blieb hingegen unversehrt.
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