Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Mädchen trinkt aus Wasserleitung (Bild: APA/Harald Schneider)
Europaweit
Wiener Wasser besonders kalt
Das Wiener Wasser kommt fast gekühlt bei maximal zehn Grad aus dem Hahn. Mit diesem Wert liegt Wien laut den Wasserwerken an der Spitze der europäischen Metropolen. In Paris und London sind es bis zu 20 Grad.
Wasser (Bild: APA)
Kühles Wasser für Wien.
Mit sechs Grad auf dem Weg nach Wien
Die meisten Wiener und Touristen wissen das kühle Leitungswasser vor allem in sommerlicher Hitze zu schätzen. Selbst in der höchsten Hitzewelle sprudle das Wasser aus keinem Wiener Hahn mit mehr als zehn Grad Celsius, so
Hans Sailer, Chef der Wiener Wasserwerke.

Das verdankt die Großstadt der Steiermark und Niederösterreich: Bekanntermaßen decken Hochquellen aus diesen Bundesländern 97 Prozent des Wiener Wasserbedarfs.

Im Sommer wird das Wasser etwa beim Hochschwab in der Steiermark sechs Grad Celsius kalt gewonnen.
Unterirdische Zuleitungen
Nach 36 Stunden und einer 180 Kilometer langen Reise erreicht das steirische Wasser Wien mit acht Grad. Dank der 90 Zentimeter dicken, unterirdisch abgedeckten Zuleitungen erwärmt sich das kühle Nass also selbst auf dieser Strecke lediglich um zwei Grad.
Fließzeit ist länger.
Etwas wärmer jenseits der Donau
Ein wenig Kühle verliert das Wasser dann noch im Netz der Wasserwerke auf dem Weg zum Verbraucher, hieß es.

Mit etwas lauerer Erfrischung müssen sich deshalb die Bewohner der Bezirke jenseits der Donau zufrieden geben: In Floridsdorf und der Donaustadt kommt das Wasser ein bis zwei Grad Celsius wärmer an als diesseits des Flusses - die Fließzeit ist länger.

Ganz anders die Situation in anderen europäischen Städten: In London und Paris, wo nur Oberflächenwasser zum Einsatz komme, könnten am Wasserhahn im Sommer bisweilen 20 Grad Celsius gemessen werden. Hier hänge die Temperatur rein vom zuliefernden Fluss ab.
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