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MI | 11.04.2012
Horngacher (Bild: ORF)
Polizei
Causa Horngacher - eine Chronologie
Nach langem Zuwarten hat die Staatsanwaltschaft ihre Entscheidung im Fall Horngacher getroffen. Nun ist die Anklage fix. Erste Vorwürfe gab es bereits seit Anfang des Jahres 2006. Eine Chronologie.
Ereignisse überschlagen sich in der Wiener Polizei.
10. Mai 2007: Horngacher wird angeklagt
Die Staatsanwaltschaft hat eine Entscheidung getroffen: Der ehemalige Wiener Polizeichef Roland Horngacher wird angeklagt. Ihm werden Amtsmissbrauch, verbotene Geschenkannahme und Verrat von Amtsgeheimnissen vorgeworfen.
17. April 2007: Ergebnis geheim
In der Causa Horngacher ist die Entscheidung über eine mögliche Anklageerhebung gefallen. Das Ergebnis blieb aber vorerst geheim. Der Polizeigeneral sollte nicht aus der Zeitung
erfahren, ob er vor Gericht gestellt wird.
7. März 2007: Uniform weg
Horngacher musste seine Uniform abgeben. In einem Interview mit der "Presse" sagte er, die gegen ihn erhobenen Bordell-Vorwürfe seien "frei erfunden".
17. Februar 2007: Anzeigen zurückgelegt
Jene beiden Anzeigen, die der suspendierte Wiener Landespolizeikommandant Roland Horngacher gegen Vize-Polizeipräsidentin Michaela Pfeifenberger erstattet hat, wurden zurückgelegt.

16. Februar 2006: Amtsenthebungsverfahren
Gegen den Wiener Landespolizeichef Roland Horngacher wurde ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Polizeipräsident Peter Stiedl teilte dem suspendierten Spitzenbeamten die Gründe mit.

6. Februar 2007: Hausverbot nach SMS
Nach einer nächtlichen SMS an Polizeipräsident Peter Stiedl hat der suspendierte Polizeigeneral Roland Horngacher Hausverbot bei der Polizei. Er kündigte darin an, bis "zur letzten Patronenkugel für seine Rehabilitierung kämpfen zu wollen".
22. Dezember 2006: Ermittlungen beendet
Das Büro für interne Angelegenheiten (BIA) beendete die Ermittlungen gegen Horngacher beendet. Die Staatsanwaltschaft erhielt die Schlussanzeige.
19. Oktober 2006: Wirbel um ORF-Anruf
"Polizeichef bedrohte ORF-Mitarbeiterin" - damit titelte die Gratiszeitung "heute" vergangenen Oktober in Wien getitelt. Gegenüber Radio Wien bestätigte Roland Horngachers Anwalt einen Anruf im ORF, nicht aber den kolportierten Inhalt.
9. August 2006: Geschenkannahme?
Nach dem Verdacht des Amtsmissbrauches wird Horngacher von der "Krone" mit der BAWAG-Affäre in Verbindung gebracht. So soll Horngacher Reisegutscheine vom Ex-Direktor Helmut Elsner angenommen haben.

Polizeichef Peter Stiedl suspendiert den Spitzenbeamten vorläufig. Horngacher, der sich im Ausland auf Urlaub befindet, weist die
Anschuldigungen "entschieden zurück". Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
14. Juli 2006: Verdachts des Amtsmissbrauchs Die Staatsanwaltschaft Wien leitete gegen Horngacher gerichtliche Voruntersuchungen wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs ein. Dem Polizeigeneral wird vorgeworfen, Audiodateien an Dritte weitergegeben zu haben. In Zusammenhang damit wird bereits Ende Juni Horngachers Laptop beschlagnahmt.

14. Juni 2006: Verleumdungsklage
Nach den Vorwürfen gegen seine Person ging Horngacher in die Gegenoffensive: Sein Anwalt brachte Verleumdungsklage gegen unbekannte Täter ein. Die kolportierten Verdachtsmomente gegen den Spitzenbeamten wären inzwischen "eindeutig widerlegt", so der Rechtsvertreter Wolfgang Brandstetter.

12. Juni 2006: Ermittlungen bestätigt
Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte "konkrete Verdachtsmomente" gegen den Wiener Landespolizeikommandanten wegen Amtsmissbrauchs. Das im Innenministerium
eingerichtete Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) führte im Auftrag der Anklagebehörde so genannte sicherheitsbehördliche Erhebungen
durch.
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