Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Polizei. (Bild: ORF)
Penzing
Altmetallhändler schoss auf Diebe
Ein Wiener Altmetallwarenhändler hat Freitagabend in Penzing drei mutmaßliche Metalldiebe mit Warnschüssen zu vertreiben versucht. Ein Mann wurde schwer verletzt.
Der Altmetallhändler war nach mehreren Diebstählen wachsam geworden.
Händler gab drei Warnschüsse ab
Gegen 19.30 Uhr hatte der Händler auf dem Gelände beim Frachtenbahnhof in der Cumberlandstraße zwei Männer und eine Frau angetroffen. Nach mehreren Diebstählen in jüngster Zeit war der Mann wachsam.

Er forderte das Trio zum Stehenbleiben auf. Als sie nicht reagierten, gab er aus einer Smith & Wesson drei Warnschüsse ab. Für die Faustfeuerwaffe besitzt der Geschäftsmann einen Waffenpass.
In Notwehr gehandelt?
Die Männer hätten ihn daraufhin mit Steinen beworfen und Drohungen ausgestoßen, so der Händler. Einer der beiden habe sich zudem "aggressiv" auf ihn zubewegt. In Notwehr habe er dann dem Mann aus nächster Nähe ins Bein geschossen.

Ein 45-jähriger Mann erlitt einen Steckschuss im linken Oberschenkel. Er wurde festgenommen und in ein Spital gebracht. Die beiden anderen Verdächtigen flüchteten.
Der Metallhändler muss auf alle Fälle mit einer Anzeige rechnen.
Bereits zwei Tonnen Kupfer gestohlen
Der Schütze wird automatisch angezeigt. Das Gericht muss entscheiden, ob er in Notwehr gehandelt hat, sagte ein Polizeisprecher.

Der Händler war jüngst mehrfach von Metalldieben bestohlen worden: Erst diese Woche verschwanden von seinem Firmengelände rund zwei Tonnen Kupfer. Am 9. August sind in diesem Zusammenhang drei tatverdächtige Ungarn festgenommen worden.
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