Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Abgesperrter Flakturm im Augarten (Bild: APA)
Augarten
Flakturm wird mit Stahlseil umwickelt
Die Vorbereitungsarbeiten für die Sanierung des Flakturms im Augarten stehen vor dem Abschluss. Nun werde das brüchige Gebäude ähnlich einer Roulade mit einem Stahlseil umwickelt, hieß es.
Eigentlichen Arbeiten beginnen im September
Abtransport von 100 Tonnen Material
Mit der Sicherung will man weitere Verschiebungen verhindern, wenn die Arbeiten im Inneren beginnen, so Burghauptmann Wolfgang Beer. Noch im Laufe des Septembers sollen dann die eigentlichen Arbeiten beginnen, zeigte sich Beer zuversichtlich.

Bei dem durch eine Schuttverschiebung im Inneren statisch angeschlagenen Flakturm müssen mehrere 100 Tonnen Material abtransportiert werden.

Dabei werden auch zwei der äußeren, teils gelockerten Plattformen des Turmes entfernt, der danach "wie ein hohler Zahn" offen stehe, so Beer. Bis eine Entscheidung über die Zukunft des Projektes gefallen sei, bleibe der Bau so. Schließlich halte der nackte Beton viel aus.
Zukunft unklar
In jedem Falle bis Weihnachten gesperrt bleiben der um den Flakturm führende Weg und die angrenzende Jahnwiese. Rettung gibt es für den ebenfalls geschlossenen Kinderspielplatz. Dieser werde nun im Augarten-Areal versetzt, versprach Beer. Der Finanzrahmen von 2,5 bis drei Mio. Euro werde nach derzeitigem Stand eingehalten.
Vor allem Nordteil in Mitleidenschaft gezogen
Übrige Flaktürme stabiler
Die übrigen fünf Wiener Flaktürme aus den Kriegsjahren 1943/44 gelten als stabiler im Vergleich zum Sanierungsfall im Augarten. Dessen Nordteil wurde durch eine große Explosion nach dem Krieg arg in Mitleidenschaft gezogen.

Damals, 1946, hätten Kinder mit der im Turm gelagerten Munition gespielt und seien mit zwei Waggonladungen davon in die Luft gegangen, so Beer. Die Südseite des Turmes blieb hingegen unversehrt.
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