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MI | 11.04.2012
Alter Aufzug in Wien (Bild: APAGünter R. Artinger)
Sicherheit
Wiener Aufzüge nur mehr mit Innentür
Spätestens 2013 müssen alle 37.000 Aufzüge in Wiener Wohnhäusern mit Innentüren versehen sein. Das sieht das neue Wiener Aufzugsgesetz vor, das einstimmig im Landtag beschlossen wurde.
Mängelsuche gesetzlich verordnet
Schon bisher war die Nachrüstung von Aufzügen in Wien vorgeschrieben.

Neu ist nun, dass per Gesetz nach gefährlichen Aufzügen gesucht wird: Unsichere Verriegelungen, ein zu großer Abstand zwischen Fahrkorb- und Schachttür oder unzulängliche Notrufeinrichtungen sollen eliminiert werden.
Tödliche Unfälle im Lift
Rund 12.000 Aufzüge in Wien haben keine Innentüren. Ein Drittel aller Aufzüge ist sogar mehr als 100 Jahre alt. Rund 30 Unfälle passieren jedes Jahr. Immer wieder gehen solche Unfälle auch tödlich aus.

Derzeit würden jährlich etwa 100 Mängel an Aufzugsanlagen angezeigt, sagte Wohnbau-Stadtrat Werner Faymann (SPÖ). Tatsächlich komme es dann aber in weniger als zehn Fällen auch zu einer tatsächlichen Sperre.
Fristen für Mängelbehebung
Das Gesetz schreibt vor, dass ein staatlich akkreditierter Prüfer alle vor 1996 erbauten Aufzüge innerhalb eines Jahres kontrollieren muss. Im Fall des Falles erstellt er eine Mängelliste.

Je größer die Gefahr ist, die von einem Aufzug ausgeht, umso schneller muss sich der Hauseigentümer darum kümmern. Die Fristen sind gesetzlich geregelt. Lässt der Hauseigentümer die Fristen verstreichen, drohen saftige Geldstrafen.
Im Schnitt 4.500 Euro
Der Einbau einer Innentür kostet im Schnitt 4.500 Euro und wird von der Gemeinde mit bis zu 80 Prozent gefördert.
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