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MI | 11.04.2012
Lazaruskirche am Zentralfriedhof (Bild: stephanscom.at)
Zentralfriedhof
Russisch-orthodoxe Lazaruskirche renoviert
Die Lazaruskirche auf dem Zentralfriedhof wurde nach sieben Jahren wieder eröffnet. Sie dient den orthodoxen Russen als Friedhofskirche zur Einsegnung der Verstorbenen.
Über 100-jährige Geschichte
Die Geschichte der Lazaruskirche reicht bis ins Jahr 1895 zurück. Damals reichten die Geldmittel der Kirchengemeinde in Wien nicht für den Bau einer größeren Kirche aus. So wurde auch die Nikolauskirche, heute Bischofssitz der Diözese Wien und Österreich, erst nach der Lazaruskirche errichtet.
Renovierung durch private Sponsoren
Geld war auch bei der Renovierung lange das große Problem. Erst private russische Sponsoren machten die Wiederherstellung der kleine Kirche auf dem Zentralfriedhof möglich. In den letzten beiden Jahren wurde unter Leitung des Wiener Dombaumeisters Wolfgang Zehetner restauriert.
Kyrill mahnt Anerkennung ein
Die offizielle Einweihung der Kirche nahm der Metropolit Kyrill von Smolensk und Kaliningrad, Leiter des Außenabtes des Moskauer Patriarchats, vor. Er mahnte dabei mehr Verständnis des österreichischen Staates für die russisch-orthodoxe Kirche ein.

Er könne nicht verstehen, warum der Wiener Diözese seiner Kriche nach wie vor die rechtliche Anerkennung verweigert werde, sagte er laut einer Meldung der Kathpress. Er hoffe, dass sich diese Problem "bald lösen" lasse. Zuständig für die Anerkennung ist das Kultusamt im Bildungsministerium.
Positive Arbeit mit Kardinal Schönborn
Lob äußerte der Metropolit für Kardinal Christoph Schönborn und die Stifung Pro Oriente. Der Wiener Erzbischof gehöre in Europa zu jenen Hierarchen, mit denen das Moskauer Patriarchat "enge Beziehungen" habe. Er hoffe, dass die "sehr positive Arbeit", die Kardinal Schönborn im Bereich der katholisch-orthodoxen Ökumene leiste, fortgesetzt werde.
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