Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Computermodell des Islamischen Friedhofs (Bild: APA/MA 53/ PID)
Islamischer Friedhof
Weiter Verzögerungen bei den Bauarbeiten
2001 wurde das Projekt vorgestellt, bereits 2003 sollte der Friedhof eröffnet werden. Nun lässt der islamische Friedhof weiter auf sich warten. Bei einem milden Winter könnte bis zum Sommer 2007 eröffnet werden.
Allein die Gespräche über den Bau eines islamischen Friedhofs haben fast 20 Jahre gedauert.
Finanzierung gesichert, Eröffnung ungewiss
Gut Ding braucht Weile, und das scheint auch für den ersten islamischen Friedhof Österreichs zu gelten. Fast 20 Jahre dauerte es, bis die Gespräche zwischen Islamischer Glaubensgemeinschaft (IG) und Stadt 2001 mit der Präsentation der Pläne zu einem Erfolg führten.
Spendengelder erst nach Rechnungslage
"Die Finanzierung ist gesichert", beruhigt Omar Al-Rawi, SPÖ-Gemeinderat und Integrationsbeauftragter der IG. Die Gesamtsumme von rund 1,4 Millionen Euro für das Projekt sei dank Großspendern wie dem OPEC-Fund zusammengekommen.

Die Verzögerung erklärt er damit, dass die Spendengelder nur dann fließen, wenn eine Rechnung vorgelegt werden könne, was zeitlich sehr aufwendig sei.
Archäologische Grabungen, Insolvenz einer Baufirma und ein Brandanschlag verzögerten die Bauarbeiten.
Mehrer Verzögerungen
Zuvor hatten archäologische Grabungen, die Insolvenz einer Baufirma und Geldprobleme den Bau behindert. 2006 kam es zudem zu einem Brandanschlag auf den Rohbau der Besucherhalle, was die Arbeiten erneut verzögerte.
Stadt Wien stellt Grundstück zur Verfügung
Während die Stadt Wien das Grundstück in Wien-Liesing und die Einfriedung zur Verfügung stellte, ist die IG für die Friedhofsbauten zuständig. Auf der 34.000 Quadratmeter großen Fläche sind zunächst 3.000 Grabstellen vorgesehen, wobei diese Zahl durch engeren Belag noch gesteigert werden kann.
Noch keine Grabstelle reserviert
Derzeit werde mit Künstlern gemeinsam am Aussehen der Grabsteine gefeilt. Es wird vermutlich einheitlich gestaltete Grabmale geben, was dem egalitären Gedanken des Islams entspräche und der muslimischen Tradition, dafür nicht viel Geld auszugeben.

Eine Grabstelle reserviert habe noch niemand.
Ganz Österreich
Wien News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News