Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Baby (Bild: KHBG)
Haubner-Erlass
Caritas kritisiert Regierungsentscheidung
Die Regierungsentscheidung, den "Haubner-Erlass" nicht zurückzuziehen, erntet scharfe Kritik von Seiten der Caritas und der Diakonie. Als hartherzig und unmenschlich wird die Bestimmung bezeichnet.
Diakonie fordert rückwirdende soziale Unterstützung für Betroffene.
Unverständnis von Seiten der Caritas
Als "völlig unverständlich und unbefriedigend" bezeichnet der Wiener Caritas-Chef Michael Landau die Regierungsentscheidung, den "Haubner-Erlass" nicht zurückzunehmen. Er beschreibt den Erlass als diskriminierend und menschenverachtend.

"Hier wird Politik gemacht auf dem Rücken von Müttern und Babys, die sich nicht wehren können", so Landau.
Haubner will Erlass nicht zurücknehmen
Sozialministerin Ursula Haubner will von einer Rücknahme des umstrittenen Erlasses, der besagt, dass "Ausländer-Babys" von Sozialleistungen ausgeschlossen sind, nichts wissen.
Armutszeugnis für Österreich
"Mütter und ihre Neugeborenen in der Phase der größten Belastung und Schutzbedürftigkeit alleine zu lassen und ihnen das Kindergeld nicht rückwirkend auszuzahlen, ist unmenschlich und für Österreich ein Armutszeugnis (...)", so Diakonie-Direktor Michael Chalupka.

Die Diakonie verlangt eine rückwirkende Gewährung der sozialen Unterstützungen an alle, die vom "Haubner-Erlass" betroffen waren.
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