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MI | 11.04.2012
Verwitterte Gräber am jüdischen Friedhof (Bild: ORF)
Währing
Neue Initiativen für jüdischen Friedhof
Eine neue Initiative will zur Rettung des jüdischen Friedhofs in Wien-Währing beitragen. Kultusgemeinde und Institut Educult planen mehrere Aktionen, um Geld für die Sanierung einzunehmen.
14 Mio. Euro soll die Sanierung kosten.
Buch, Fotokalender, Ausstellung
Auf bis zu 14 Millionen Euro hat die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) zuletzt die Kosten für eine Gesamtsanierung des jüdischen Friedhofs in Wien-Währing geschätzt.

Gemeinsam mit dem Institut Educult soll die Biedermeieranlage gesichert werden. Dazu beitragen sollen unter anderem ein Buch, ein Fotokalender und eine Ausstellung.
Offene Grüfte am jüdischen Friedhof in Währing (Bild: ORF)
Nun sollen doch Führungen am jüdischen Friedhof möglich sein.
Monatliche Führungen
Außerdem sollen noch im Jänner monatliche Führungen durch den Friedhof möglich werden. Schulen und Erwachsenenbildungseinrichtungen aus der Nachbarschaft sollen miteinbezogen werden.

Geführt von der Historikerin Bettina Walzer sollen am 21. Jänner zum ersten Mal Interessierte durch den Friedhof geführt werden. Der Eintritt wird fünf Euro pro Person ausmachen.
Friedhof in desolatem Zustand
Errichtet wurde der jüdische Friedhof in Währing 1784. Viele der rund 8.000 erhaltenen Grabsteine sind umgestürzt, Grüfte liegen offen. Noch im November des vergangenen Jahres schien eine Öffnung des Friedhofs für Besucher ausgeschlossen.
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