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MI | 11.04.2012
Sandra Frauenberger (Bild: waff/Dimko/Krischanz/Zeiller)
Portrait
Frauenberger: Gleiche Chancen für Frauen
Sie folgt der bisherigen Frauenstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) nach und übernimmt damit auch die Bereiche Integration, Konsumentenschutz und Personal. Sandra Frauenberger ist Vorstand des Wiener Arbeitnehmer-Förderungsfonds.
Gleiches Geld für gleiche Leistung, fordert sie.
"Weiß, wo Frauen der Schuh drückt"
"Ich will, dass Frauen und Männer in dieser Stadt gleichberechtigt leben. Einer meiner
wesentlichen Schwerpunkte ist es, die Chancen von Frauen am Wiener Arbeitsmarkt zu
verbessern", betont Sandra Frauenberger,
Amtsführende Stadträtin für Integration, Frauenfragen, Konsumentenschutz und Personal.

Als Vorstandsvorsitzende des Wiener Arbeitnehmer-Förderungsfonds (waff) wisse sie, wo Frauen der Schuh drückt. In der Frauenpolitik sei in Wien in den letzten Jahren bereits vieles erreicht worden.

Für die Zukunft möchte sie drei Schwerpunkte setzen: "Erstens: gleiches Geld für gleiche Leistung. Zweitens: gleiche Aus- und
Weiterbildungschancen für Mädchen und Frauen. Drittens: Frauen sollen sich in dieser Stadt sicher
fühlen."
Leiterin GPA-Frauenabteilung
Die 40-jährige Wienerin wurde 1984 in der Länderbank angestellt. Im gleichen Jahr trat sie in die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) ein und leitete dort fünf Jahre lang die Jugendabteilung. Anschließend fungierte sie als GPA-Jugendreferentin.

Von 1991 bis 1993 war sie Leiterin des Berufswettbewerbes der kaufmännischen Lehrlinge. Anschließend arbeitete sie sechs Jahre lang als GPA-Frauensekretärin, anschließend (1999) als Leiterin der GPA-Bundesfrauenabteilung. Seit Juni 2006 ist sie Vorstandsvorsitzende des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff).
Schutz vor Gewalt
Als Gemeinderätin habe sie sich seit Jahren für Frauenanliegen engagiert, etwa für die
betriebliche Frauenförderung, Schutz vor Gewalt, oder Verbesserung der Job-Chancen für
Wiedereinsteigerinnen. Sie freue sich, betont Frauenberger, diesen Bereich nun für Wien übernehmen zu können.
Politische Ämter
Seit 1984 ist Frauenberger Funktionärin in der GPA und in der Fraktion Sozialdemokratischer
Gewerkschafter, seit zehn Jahren Mitglied des Bezirksfrauenkomitees SPÖ Margareten.

Mitglied ist sie außerdem seit 1998 im Wiener Frauenkomitee, seit 2001 im Präsidium, Bezirksvorstand und Bezirksausschuss der SPÖ Margareten und im Wiener Landtag und Gemeinderat.
"Es liegt viel Arbeit vor mir."
Breites Bündnis gegen Rassismus
"Ich bin eine Frau des Dialogs, und das wird auch für meine Politik im Integrationsbereich gelten", kündigt sie an. Ein breites Bündnis wolle sie hier schaffen – quer durch alle Gruppen der Bevölkerung - für Integration und gegen Rassismus.

Neben dem Frauenbereich und der Integration
fallen auch das Personal der Stadt Wien, der Konsumentenschutz, die Wiener Märkte, der
Tierschutz und die Anti-Diskriminierungs-Stelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in
ihre Verantwortung: "Es liegt viel Arbeit vor mir, aber ich bin voller Tatendrang und freue
mich auf diese Arbeit."
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