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MI | 11.04.2012
Wehsely mit Entwurf (Bild: PID)
Portrait
Wehsely nun am "Kern der Sozialdemokratie"
Die bisherhige SPÖ-Frauenstadträtin Sonja Wehsely sieht sich auch weiter als "Frauenpolitikerin". Als Stadträtin für Gesundheit und Soziales widmet sie sich nun den, wie sie sagt, "Kernthemen der Sozialdemokratie".
Keine Unterschiede bei Herkunft, Geschlecht und Alter.
Versorgung für alle Wiener sicherstellen
"Sozial- und Gesundheitspolitik sind die Kernthemen der Sozialdemokratie", freut sich die bisherige Frauenstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) über die "neue Herausforderung und das in meine Arbeit gesetzte Vertrauen." Sie übernimmt die Agenden von Stadträtin Renate Brauner (SPÖ).

Oberstes Ziel sei die Sicherstellung der besten medizinischen Versorgung für alle Wiener, unabhängig von Einkommen, Alter, Herkunft oder Geschlecht, betont sie.

"Den erfolgreich eingeschlagenen Weg im Geriatrie-Bereich werde ich fortführen", kündigt sie an. Das im Herbst präsentierte
Wiener Pflegekonzept biete "die beste Grundlage zur Schaffung eines adäquaten
Pflegeangebots, das den veränderten demographischen Erfordernissen gerecht wird."
Juristin aus Wien
Die 36-jährige Wienerin studierte Pädagogik und Psychologie und ist seit 1995 Magistra der Rechtswissenschaften. Von 1996 bis 2004 war sie als Juristin in einer Versicherung, Bereich Personalmanagement, tätig.
Das soziale Netz will sie ausbauen.
Steuergelder in Gesundheit investieren
"Sozialpolitik sehe ich als Instrument, das Menschen die Chance gibt, ein möglichst
eigenständiges Leben zu führen und Krisen des Lebens zu bewältigen", weshalb es wichtig sei, das soziale Netz weiterzuentwickeln. Als bevorstehende Herausforderung sieht sie die Schaffung einer bedarfsorientierten Mindestsicherung.

"Klar ist für mich auch: Wir sind es den Steuerzahler schuldig, die von ihnen zur Verfügung gestellten Ressourcen mit allergrößter Sorgfalt in ihre Gesundheit zu investieren", so Wehsely.
Politische Laufbahn
Von 1984 bis 1993 arbeitete Wehsely in der Sozialistischen Jugend Leopoldstadt mit und war dort ab 1989 auch Vorsitzende. Von 1990 bis 1994 war sie Mitglied im Bundesvorstand der Sozialistischen Jugend und seit 1992 ein Jahr lang Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien.

Seit 1995 Mitglied des Bezirksvorstands der SPÖ Leopoldstadt, von 1993 bis 2004 Mitglied im Kollegium des Stadtschulrates für Wien und bis 1996 Bezirksrätin in Wien Leopoldstadt.

Von 1996 bis Juli 2004 fungierte Wehsely als Abgeordnete im Wiener Landtag und als Mitglied des Gemeinderates. Seit 1. Juli 2004 war sie Amtsführende Stadträtin für Integration, Frauenfragen, Konsumentenschutz
und Personal. Das Ressort wird jetzt von Sandra Frauenberger übernommen.
Vorsorge thematisieren
Als Frauenpolitikerin werde sie sich auch in Zukunft dafür stark machen, dass die speziellen Bedürfnisse von Frauen bei der medizinischen Versorgung immer mitgedacht werden, küdigt sie an. Wichtig sei auch das Thema Prävention: "Gut informierte Bürger sind gesünder. Dazu müssen wir die Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld erreichen – im Kindergarten, in der Schule und natürlich im Job."
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