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MI | 11.04.2012
Stadtregierung
Rathaus
Neue Stadtregierung bestätigt
Die neue Stadtregierung ist am Donnerstag im Wiener Gemeinderat angelobt worden. Die Opposition kritisierte die Neubesetzungen, die SPÖ wies die Kritik zurück.
Frauenberger und Ludwig
Neue Stadträte: Sandra Frauenberger und Michael Ludwig (SPÖ).
Debatte und Angelobung
Zuerst wurde über die neuen Stadträte im Gemeinderat debattiert, danach erfolge die Angelobung. Renate Brauner (SPÖ), bisher Gesundheits- und Sozialstadträtin, wechselte in das Finanzressort. Ihre Agenden übernahm die bisherige Integrations-, Personal- und Frauenstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ). Ihr wiederum folgte Gemeinderätin Sandra Frauenberger im Ressort nach.

Michael Ludwig, bisher Gemeinderat und Vorsitzender des Verbandes Wiener Volksbildung, wurde statt Werner Faymann Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung.

Als nicht amtsführender Stadtrat folgte Norbert Walter auf ÖVP-Landesparteichef Johannes Hahn, der als Wissenschaftsminister in die Bundesregierung wechselte.
Rieder verabschiedet sich in die Pension
In Pension ging nach 17 Jahren in der Wiener Stadtregierung Sepp Rieder (SPÖ), der zu Mittag eine Rede hielt. Er war zuletzt Vizebürgermeister sowie Wirtschafts- und Finanzstadtrat. Ihm folgte Renate Brauner nach.
Godwin Schuster (Bild: SPÖ Wien)
Godwin Schuster (SPÖ).
Schuster übernimmt Hundstorfers Sessel
Den Vorsitz im Gemeinderat führt künftig der 55-jährige Godwin Schuster (SPÖ). Er ist seit 1991 Gemeinderatsabgeordneter. Er übernahm den Vorsitzsessel von Rudolf Hundstorfer (SPÖ), der an die ÖGB-Spitze gewechselt ist und bei der Sitzung sein Mandat zurücklegte.

Neue SPÖ-Gemeinderäte wurden ebenfalls angelobt, etwa als Ersatz für die erst 25-jährige Laura Rudas, die in den Nationalrat einzog. So kam etwa die Schwester der neuen Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely, die 34-jährige Tanja Wehsely, bisher Bezirksrätin in der Brigittenau, in den Gemeinderat.
Kritik der Opposition
Aus dem angekündigten Paukenschlag sei eine "kleine Rochade" geworden, so ÖVP-Klubobmann Matthias Tschirf. Er lud die neuen Stadträte ein, sich an den Ideen der ÖVP zu orientieren.

Die grüne Klubchefin Maria Vassilakou wünschte allen "menschlich viel Erfolg". Fachlich habe sie aber Zweifel.

Ganz auf Renate Brauner schoss sich FPÖ-Klubobmann Eduard Schock ein. Sie sei als Finanzstadträtin gänzlich ungeeignet, zumal sie in ihrem bisherigen Ressort "ein Klima der Angst" geschaffen habe.

Christian Oxonitsch (SPÖ) wies die Kritik zurück und verwies darauf, wie schnell und professionell die Umbildung vonstatten gegangen sei.
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