Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Pestsäule im Graben (Bild: APA)
Denkmalamt
4.000 Kulturerbstücke werden derzeit saniert
Rund eine Milliarde Euro gibt die Stadt Wien jährlich für die Erhaltung von Kulturdenkmälern aus. Derzeit werden rund 4.000 Kirchen, Gebäude und Monumente restauriert, um sie vor dem Verfall zu schützen.
Michaelerkirche
Die sanierte Michaelerkirche.
Zehn Prozent aus öffentlicher Hand
Rund zehn Prozent des Geldes von insgesamt etwa einer Milliarde Euro jährlich - stammt aus öffentlicher Hand. Vom Landeskonservatorat im Bundesdenkmalamt kommen 800.000 bis 900.000 Euro.

Aussen in neuem Glanz und auch innen bereits saniert präsentiert sich jetzt die Michaelerkirche. Hier hat das Bundesdenkmalamt in Zusammenarbeit mit Restauratoren und Studenten der Akademie der Bildenden Künste Fresken und Blattvergoldungen wieder zum Vorschein gebracht.
Vor allem in der Innenstadt werden derzeit mehrere denkmalgeschützte Objekte - gleichsam Juwelen der Architektur und Kulturerbe - restauriert.
Michaelergruft (Bild: Michaelerkirche)
Michaelergruft
Zerfall der Särge gegensteuern
Einen Lichtblick gibt es jetzt auch schon für die Sanierung der Michaelergruft, wo viele Adelige aus der Barockzeit bestattet sind, unter anderem Mozarts Texter Pietro Metastasio. Hier sind die Experten dabei, ein Klima mit konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit herzustellen, ansonsten zerfallen die Särge.
Neuer Glanz am Kohlmarkt
Am Kohlmarkt, einen Steinwurf von der Michaelerkirche entfernt, erstrahlen viele Fassaden in neuem Glanz. Die Stadt Wien nutzt bei der Restaurierung ihrer Denkmäler nur das Know-How der Denkmalschutz-Experten. Bis Ende des Jahres soll auch der Vermählungsbrunnen am Hohen Markt restauriert sein.
Paulinenwarte (Bild: Wiener Grüne)
Paulinenwarte
800.000 Euro für die Heumühle
Dringend renoviert werden müssen auch die Paulinenwarte im Türkenschanzpark und die Forst-Villa im Dehnepark in Penzing .Hier fehlt es aber entweder an einem Nutzungskonzept oder am nötigen Geld. Für die Sanierung der Paulinenwarte müssten Bezirk, Stadt, Denkmalamt sowie private Investoren eine halbe Million Euro aufbringen.

Nach jahrelangen Vorarbeiten soll nun ein Baujuwel in der Heumühlgasse 9 im vierten Bezirk renoviert werden. Die Heumühle mit gotischen Grundmauern befindet sich in Privatbesitz und ist doch öffentliches Kulturgut.
Heumühle (Bild: ORF)
Rund 800.0000 Euro kostet die Renovierung der Heumühle, ein Viertel des Geldes könnte dem Eigentümer von Bundesdenkmalamt und Altstadtsanierungsfonds zugeschossen werden.
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