Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Prozess (Bild: ORF)
Urteil
Bombenattrappe: Teilbedingte Haft
Wegen gefährlicher Drohung ist jener Mann verurteilt worden, der im September 2006 vor einem Lokal der Muslimischen Jugend in Wien-Rudolfsheim eine Bombenattrappe hinterlegt hat. Er erhielt 15 Monate, fünf davon unbedingt.
Urteil ist rechtskräftig.
Protest gegen "lasche" Haltung
Ursprünglich war auch ein rechtsextremistischer Hintergrund für möglich gehalten worden. In Wahrheit handelte es sich bei dem Täter aber um einen 29-jährigen Moslem, der mit seiner Aktion gegen die in seien Augen "zu lasche Haltung" der Muslimischen Jugend Österreichs protestierten wollte., wie er vor Gericht darlegte. Das Urteil ist rechtskräftig.
Rätselhafte Aufschrift
Die Aufregung war groß, als am 11, September des Vorjahres ein verdächtiges Paket vor einem Lokal der muslimischen Jugend im 15. Wiener Gemeindebezirk sichergestellt wurde. Auf dem Paket findet sich ein Zettel mit der Aufschrift "4. Juli 1926 - Weimar". An diesem Tag wurde die Hitler-Jugend gegründet. Daher vermutete die Wiener Polizei den Täter anfangs im rechtsextremen Umfeld.
SMS führte zum Verdächtigen
Anfang November wurde schließlich aufgrund von verschickten SMS, ebenfalls mit dem Gründungs-datum der Hitler-Jugend, ein Verdächtiger festgenommen.
"Kein Rechtsextremist".
Angeklagter: "Dumme Sache"
Der Mann war geständig. Er sprach im Vorfeld des Prozesses von einer dummen Sache, die ihm leid tue. Er sei aber kein Rechtsextremist.
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