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MI | 11.04.2012
Debütanten bei Opernball
Staatsoper
Zahlenspiele rund um den Opernball
Nicht nur die Roben der Ballbesucherinnen und die Orden ihrer Begleiter beeindrucken am Opernball. Die Veranstaltung selbst kann auch mit eindrucksvollen Zahlen aufwarten.
Aufbau für den Opernball in der Staatsoper. (Bild: APA) Die Technik
Es beginnt bei der Staatsoper selbst. Bis zu 20.000 Arbeitsstunden sind nötig, um die Oper in einen Festsaal mit einer 850 Quadratmeter großen Tanzfläche zu verwandeln. Auch die Logen werden extra aufgebaut. Sie ruhen das Jahr über in einer Lagerhalle in Niederösterreich und werden mit 66 Lkw-Fuhren in die Oper gebracht.

Bis zu 500 Arbeiter sind damit beschäftigt, rund sechs Kilometer Kabel zu verlegen, die 500 Sessel aus dem Parkett zu verstauen und rund 900 Scheinwerfer zu montieren. Die Arbeit muss unter großem Zeitdruck erledigt werden. Für den Aufbau blieben rund 30 Stunden Zeit, für den Abbau sogar nur 20, so der technische Leiter des Umbaus, Walter Renner.
Aufbau für den Opernball in der Staatsoper. (Bild: APA)
Der Blumenschmuck am heurigen Opernball wird nicht so bunt (Bild: APA) Der Blumenschmuck
Jahrzehntelang schmückten Arrangements aus rosa Nelken den Wiener Opernball. Im Jahr 2001 waren es 60.000 Rosen. In diesem Jahr werden zum zweiten Mal in der Geschichte des Opernballs Orchideen den Ballsaal zieren. 5.000 Rispen der Sorte "Mint Ice" und rund 8.000 Aspidistra-Blätter, goldene Dekoelemente und Birkenbaum-Stämme sollen das Auge erfreuen.
Margit Fischer, Bundespräsident Heinz Fischer und Ioan Holender am Opernball (Bild: APA) Das Publikum
Insgesamt bietet die Oper in der Ballnacht Platz für maximal 7.230 Gäste. Im Durchschnitt finden sich jährlich rund 5.500 Gäste, Stars und Adabeis zum Ball ein. Für ihre Sicherheit sorgen rund 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Publikumsdienst der Staatsoper.

Offizielle Staatsgäste, gekrönte Häupter, Politiker, Kanzler, Präsidenten, Firmenchefs, Konzernherren, Sportler, Stars aus Film und Fernsehen, aus Kunst und Kultur haben dem Opernball Jahr für Jahr besonderen Glanz verliehen. Großes Medieninteresse ist aber garantiert jedes Jahr den Gästen Richard Lugners gewiss – heuer Paris Hilton.
Opernball. (Bild: APA)
Die Herzogin von York, Sarah Ferguson, in ihrer Loge am Opernball 1997 (Bild: APA) Die Preise
Eine Eintrittskarte für den Opernball kostet 215 Euro. 16.000 Euro kostet eine der 76 Ranglogen. Dazu gibt es noch 34 Bühnenlogen. In den Logen finden betuchte Gäste des Opernballs Platz.

Firmen oder Personen bekommen durch die so genannte und nicht unumstrittene Donatoren-Regelung eine Loge. Dafür müssen sie sich verpflichten, die Oper ein Jahr lang mit 36.800 Euro zu unterstützen.

Wem da noch etwas Geld übrig bleibt, der kann sich dann noch an einer Flasche Champagner um mindestens 250 Euro erfreuen, Sekt gibt es schon um 120 Euro. Drei Stück Austern gibt es um 15 Euro, ein Würstel schlägt immerhin noch mit sieben Euro zu Buche.
Die Wirtschaft freut sich über 17 Millionen Euro.
Die Umwegrentabilität
Insgesamt betrachtet stellt der Opernball auch für die Wirtschaft einen alljährlichen Höhepunkt dar. Laut Organisatorin Elisabeth Gürtler bringt der Ball der Wirtschaft rund 17 Millionen Euro.
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