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MI | 11.04.2012
Gürtler (Bild: APA)
Staatsoper
Gürtler organisiert Opernball nicht mehr
Elisabeth Gürtler hat heute ihre Funktion als Organisatorin des Opernballs zurückgelegt. Sie habe keine neuen Ideen mehr. Wer ihr nachfolgen wird, steht noch nicht fest.
Angeblicher Konflikt mit Holender hat mit Gürtlers Entscheidung nichts zu tun.
"Zeit für jemand anders"
"Ich hatte einfach keine neuen Ideen mehr. Es wird Zeit, dass das jetzt jemand anders macht", begründete Gürtler ihre Entscheidung. Der kolportierte Konflikt mit Staatsopern-Direktor Ioan Holender habe nichts mit ihrer Entscheidung zu tun. Er habe sie bereits für nächstes Jahr in seine Loge eingeladen.

Noch im Jänner hatte Gürtler bei der Konferenz für den diesjährigen Opernball Gerüchte dementiert, die Organisation zurückzulegen.
Holender dankte für hervorragende Arbeit
Gürtler und Holender (Bild: APA)Gürtler bat Holender bei einem Gespräch am Montag darum, sie von der Leitung des Wiener Opernballs zu entbinden. Holender dankte Gürtler für ihre "hervorragende Arbeit zum Wohle des Hauses und des Balles". Wer an ihrer Stelle nachfolgen wird, will Holender "zum gegebenen Zeitpunkt" mitteilen.
Gürtler (Bild: APA)
Erfolgreiche acht Jahre für Gürtler und Opernball.
Acht Jahre Opernball-Organisation
"Der Ball steht so gut da wie noch nie. Es ist also der richtige Zeitpunkt aufzuhören", sagte Gürtler. Die Sacher-Chefin erreichte in ihrer achtjährigen Opernball-Zeit einiges: Der Opernball wurde zur eingetragenen Marke und konnte sich auch im Ausland etablieren.

Beinahe jährlich konnte sich die Staatsoper über einen größeren Umsatz freuen. Durchschnittlich wurden an einem Opernball-Abend 1,1 Mio. Euro erwirtschaftet.
"Neue Seriosität" eingeführt
Gürtler hatte die Organisation im Jahr 1999 übernommen, als die Veranstaltung ein wenig zu schrill geworden war und vor allem als "Ball der Bälle" Gassenhauer-Schlagzeilen lieferte. Gemeinsam mit Holender sorgte die Sacher-Chefin dafür, dass das Spektakel wieder zu den ursprünglichen drei Säulen - Kunst, Politik und Wirtschaft - zurückkehrte.

Kritikern ging die "neue Seriosität" ein wenig zu weit. Ein merkbarer Rückgang an prominenten Gesichtern und eine Überbetonung der wirtschaftlichen Ausrichtung hätten der Veranstaltung ein wenig den Spaß genommen.
"Genau die richtige Frau dafür".
Lugner streut Rosen
Einer, mit dem Gürtler so manchen Strauß gefochten hat, streute ihr zum Abschied Rosen. "Sie ist eine richtige Dame und sie hat es sehr gut gemacht. Sie war genau die richtige Frau dafür", sagte Opernball-Stargastgeber Richard Lugner.
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