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MI | 11.04.2012
Ozon  (Bild: APA)
gesundheit
Ozon: Info-Pflicht so früh wie nie
So früh wie noch nie haben am Dienstag die Wiener Ozon-Messstellen angeschlagen. Die Informationsschwelle wurde überschritten. Der normale Aufenthalt im Freien ist aber auch für gefährdete Personen noch unbedenklich.
Ozon-Informationsschwelle wurde überschritten.
Frühzeitige Premiere
186 Mikrogramm pro Kubikmeter als Einstundenmittel wurden am Dienstag um 12.00 Uhr in der Lobau gemessen. Das sei laut Aufzeichnungen der Umweltschutzabteilung der Stadt Wien (MA 22) der früheste Zeitpunkt einer Ozon-Überschreitung. "Der Wert ist in den vergangenen zehn Jahren einmalig", so ein Mitarbeiter des Luftmessnetzes.

Auch die Messstationen auf dem Laaer Berg und in Schwechat zeigten erhöhte Werte, jedoch lagen diese nicht jenseits der Grenze von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter, ab der laut Gesetz die Informationsschwelle als überschritten gilt.
Gefährdete Personen sollen ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien vermeiden.
Auf Autofahrten verzichten
Das in der Lobau gemessene Einstundenmittel ist aber keineswegs gesundheitsgefährdend. Dennoch ist es eine Premiere, dass Empfehlungen zu freiwilligen Verhaltensweisen bei erhöhten Ozonkonzentrationen derart zeitig abgegeben wurden. Diese können zu Reizungen der Schleimhäute und zu Atembeschwerden führen.

Vorsorglich sollten gefährdete Personen - beispielsweise Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege und/oder des Herzens sowie Asthmakranke - ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, insbesondere in den Mittags- und Nachmittagsstunden, vermeiden.

Auf Grund der erhöhten Ozonbelastung ersuchte die Umweltschutzabteilung, auf nicht unbedingt notwendige Autofahrten zu verzichten und öffentliche Verkehrsmittel zu benützen.
Kein Zusammenhang mit mildem Winter
Der überaus milde Winter sei für die Ozonwerte nicht verantwortlich, so August Kaiser, Umweltmeteorologe der ZAMG in Wien. Eine Prognose für eine mögliche größere Belastung im Sommer sei nicht möglich. Es komme ganz drauf an, wie sich das Wetter in der heißen Jahreszeit entwickle.

Beste Voraussetzung für hohe Ozonwerte wäre - nebst dem ausreichenden Vorhandensein von Vorläuferschadstoffen wie Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen - jede Menge Sonne.
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