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MI | 11.04.2012
Zerstörte Grabsteine am Jüdischen Friedhof Währing (Bild: ORF / BeLicht)
Jüdischer Friedhof
Gerangel um Friedhof-Sanierung
Kommende Woche sollen Gespräche zur dringend notwendigen Sanierung des jüdischen Friedhofs Währing zwischen Stadt und Bund stattfinden. Die SPÖ wies Kritik der FPÖ zurück, bei der Sanierung säumig zu sein.
Laut Washingtoner Abkommen ist der Bund zuständig, so die SPÖ.
SPÖ: Bund ist zuständig
"Das jetzige Wehklagen der FPÖ ist mehr als erbärmlich", sagte SPÖ-Gemeinderat Harald Troch. Dass von Bundesseite in den vergangenen Jahren nichts unternommen wurde, sei nicht zuletzt der FPÖ zu verdanken.

Diese sei in der letzten Regierung gesessen und habe nichts dazu beigetragen, internationale Vereinbarungen umzusetzen. Auf Grund des Washingtoner Abkommens sei der Bund eindeutig für Erhalt und Sanierung jüdischer Friedhöfe zuständig.
Grabsteine am Jüdischen Friedhof Währing (Bild: ORF / BeLicht)
Stadt soll sich nicht in Kompetenzstreitigkeiten verheddern, so die FPÖ.
FPÖ: Stadt soll Kosten vorstrecken
Die FPÖ hatte zuvor der Stadt vorgeworfen, bei der Sanierung des vom Verfall bedrohten Friedhofs säumig zu sein. Statt sich in Kompetenzstreitigkeiten mit dem Bund zu ergehen, sollte die Stadt die Kosten vorstrecken und mit den Arbeiten beginnen, forderte FPÖ-Gemeinderat Gerald Ebinger.
Bis zu 14 Mio. Euro Kosten
Um die Sanierung des Friedhofs wird seit Jahren gerungen. Die Kosten für eine Generalsanierung wurden zuletzt auf bis zu 14 Millionen Euro geschätzt. Nach einer Ankündigung von Nationalrats-Präsidentin Barbara Prammer (SPÖ) sollen Bund und Stadt kommende Woche miteinander sprechen.
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