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MI | 11.04.2012
Rotlichtmilieu (Bild: ORF)
Presse
Soko Rotlicht ab sofort im Einsatz
Die Wiener Polizei hat die Sonderkommission Rotlicht gegründet. Sie soll sämtliche Fälle aus dem Rotlichtmilieu der letzten Jahre noch einmal aufrollen und überprüfen, berichtet "Die Presse".
Die Soko Rotlicht wird alte Fälle noch einmal durchgehen.
Sechs Beamte arbeiten Akten durch
Sechs Beamte aus verschiedenen Dienststellen der Kriminalpolizei werden unter Leitung eines erfahrenen Offiziers die Ermittlungsakten der vergangenen Jahre durchgehen, die im Wiener Rotlichtmilieu gespielt haben. Dabei gehe es nicht darum, Ermittlungsverfehlungen aufzudecken.

"Das ist einerseits Überprüfung und andererseits eine Präventivmaßnahme", sagte Landespolizeikommandant Karl Mahrer. Durch dieses "Cold-Case-Management" solle herausgefunden werden, ob bei den damaligen Recherchen allen Spuren konkret nachgegangen und alle Ermittlungsansätze verfolgt wurden, hieß es in der "Presse".
Mahrer will die Gründung der Soko Rotlicht auch als "weiteres Signal" an die Öffentlichkeit und an die eigenen Mitarbeiter verstanden wissen.
Zusammenhang zu Polizei-Affären
Einer der zu überprüfenden Fälle hat unmittelbar mit der derzeit viel diskutierten Polizei-Affäre zu tun: Im Jänner 2004 wurden die jetzigen Kontrahenten im Rotlichtmilieu nach umfangreichen Ermittlungen festgenommen.

Doch während der eine wegen Vergewaltigung verurteilt wurde, ging sein Kontrahent wieder frei. Die behaupteten Schutzgelderpressungen ließen sich nicht beweisen. Ermittlungsleiter war damals Roland Frühwirth, der später Leiter der Kriminaldirektion 1 wurde.
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