Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Schöps (Bild: APA)
Nach Übernahme
Neue Kleider für Schöps
Im wahrsten Sinne des Wortes neue Kleider werden der traditionsreichen heimischen Modekette Schöps verpasst. Der neue Eigentümer Arques will Austro-Charme mit Italo-Chic kombinieren.
Schon wieder neuer Mehrheitseigentümer für Schöps.
Weg vom Billig-Image
Moderne Shops, flotte Kollektionen, persönliche Beratung und ein ganz neues Einkaufserlebnis sollen nicht nur neue Kunden ansprechen, sondern den Fortbestand von Schöps nachhaltig sichern, so der neue Vorstandsvorsitzende Wolfgang Neubert.

Nicht zuletzt mit "Investitionen im siebenstelligen Bereich" allein im ersten Jahr wolle man sich künftig konsequent etwa von einem spanischen oder schweizerischen Einheitsgeschmack abheben, betonte Neubert. Ziel sei es jedenfalls, weg vom Billig-Image zu kommen. Auch Ideen für eine Zweitmarke gebe es.
Neustart erst im Februar
Arques hat über ihre Österreich-Tochter die Mehrheit an Schöps übernommen. Damit wechselte Schöps innerhalb weniger Monate bereits zum zweiten Mal den Eigentümer.

Zuletzt war Schöps Ende des vergangenen Jahres in die Schlagzeilen geraten. Die Luxemburger Private Holdings of Investments (PHI) hatte die Mehrheitsanteile an der angeschlagenen Modekette übernommen.

Für den Austausch der Kollektion und für Umbauarbeiten in den Filialen waren im Februar 85 der österreichweit 122 Filialen für vier Tage zugesperrt und dann wieder eröffnet worden.
Filialnetz soll ausgebaut werden
Als Gründe für den Einstieg bei Schöps nannte der Vorstand von Arques Austria, Franz Maurer, zum einen die starke Marke und das flächendeckende Netz der Modekette, zum anderen aber auch das Expansionspotenzial des zuletzt krisengeschüttelten Unternehmens. Schöps ist das erste Investment von Arques in Österreich, ein bis zwei sollen heuer noch folgen.

In Österreich soll das Filialnetz ausgebaut werden - freilich nachdem es zuvor "optimiert" wurde. Derzeit würden alle Standorte analysiert, wie viele geschlossen werden müssen, stehe noch nicht fest, so Neubert.
Schöps schrieb 2005 wieder schwarze Zahlen.
850 Mitarbeiter beschäftigt
Der 1913 gegründete Modebetrieb Schöps hatte ursprünglich österreichische Eigentümer. Ende der 90er Jahre wurde das Unternehmen schwer verschuldet zum ersten Mal verkauft. Schöps beschäftigte letzten Angaben zu Folge 850 Mitarbeiter.
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