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MI | 11.04.2012
U-Bahn (Bild: ORF)
Wiener Linien
Stadt prüft U6-Verlängerung nach Wr. Neudorf
Die Wiener U6 könnte in Zukunft bis nach Wiener Neudorf fahren. Laut Wiener Rathaus wird derzeit nicht nur eine Verknüpfung mit der Badner Bahn, sondern auch eine Verlängerung der U6 auf eigener Trasse geprüft.
Neu ist die Überlegung, die U6 auf einer eigenen Trasse in den Süden zu verlängern.
"Machbarkeitsstudie"
Nicht nur die schon einmal überlegte Verknüpfung mit der Badner Bahn ist angeblich Thema, sondern auch eine Verlängerung der U-Bahn auf eigener Trasse. "Wir befinden uns eher im Bereich Machbarkeitsstudie", hieß es aus dem Rathaus.

Die Verlängerung der U6 nach Süden ist Teil der vierten U-Bahn-Ausbaustufe. Über deren Finanzierung wird derzeit zwischen Bund und Stadt Wien verhandelt.
Wienkarte mit U-Bahn-Netz und möglichen Verlängerungen (Bild: APA/Wiener Linien)
Wienkarte mit U-Bahn-Netz und möglichen Verlängerungen.
Wunsch besteht schon länger
Wünsche, die U-Bahn auch außerhalb des Stadtgebietes zu verlängern, gibt es schon seit langem.

Während Niederösterreich sich das wünschen würde, war auf Wiener Seite unter anderem eine Schwächung des Wiener Handels befürchtet worden, da mit der U-Bahn die Shopping-City-Süd (SCS) in Vösendorf direkt angebunden werden würde.
Ob das Projekt realisiert wird, hängt nicht zuletzt von der Finanzierung ab.
Alle Details "völlig offen"
Ob es eine Station bei der SCS geben solle sei aber genauso "völlig offen" wie alle anderen Details zu einer Südverlängerung der U6, wurde im Büro von Wiens Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) betont.

Es gehe um ein Projekt, das realisiert werden könnte. Ob und wann hänge aber nicht zuletzt von den derzeit laufenden Verhandlungen ab. Eine Stellungnahme der Wiener Linien liegt derzeit nicht vor.
Die Gespräche über die Finanzierung von rund zwei Milliarden Euro sollen noch vor dem Sommer beendet werden.
Gespräche über vierte Ausbaustufe
Stadt und Bund verhandeln derzeit über die Finanzierung der vierten U-Bahn-Ausbaustufe. Diese umfasst neben einer möglichen Verlängerung der U6 eine Verlängerung der U4 nach Auhof, der U2 nach Süden ins Stadtentwicklungsgebiet beim geplanten Zentralbahnhof sowie der U1 nach Rothneusiedl. Auch der weitere Ausbau der U2 im Norden zum Flugfeld Aspern ist enthalten.

Bisher wurde der U-Bahn-Bau je zur Hälfte von der Stadt Wien und vom Bund bezahlt. Der damalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser hatte diesen Schlüssel aber in Frage gestellt. Insgesamt soll die vierte U-Bahn-Ausbaustufe rund zwei Milliarden Euro kosten. Ziel ist es laut Rathaus, die Gespräche noch vor dem Sommer zu beenden.
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