Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Ampel (Bild: ORF)
Rotlicht
Erste digitale Ampelüberwachung in Betrieb
Wien hat seine erste digitale Rotlicht-Überwachung: Ab sofort werden Autofahrer bei der Kreuzung Währinger Gürtel/Nußdorfer Straße von einer Kamera geblitzt, wenn sie bei Rot weiterfahren.
An der ausgewählten Kreuzung wird laut Polizei besonders schnell gefahren.
Lenker werden ermittelt und bestraft
Lenker, die nach Aufleuchten des roten Lichts die Haltelinie über- und in den Kreuzungsbereich einfahren, werden ähnlich wie bei einer Radarbox fotografiert. Die Bilder werden ausgewertet und den Lenkern Strafen mittels Anonymverfügung zugestellt, hieß es von der Polizei.

Die Kreuzung wurde laut Polizei deshalb ausgewählt, da hier sowohl ein hohes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen ist als auch die Lenker oft mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind.

An eine Ausdehnung auf andere Wiener Ampelanlagen sei vorläufig aber nicht gedacht, so Peter Goldgruber von der Wiener Polizei gegenüber Radio Wien.
Strafen bis zu 105 Euro und Vormerkpunkt
Die Strafen für das Überfahren einer roten Ampel betragen zwischen 70 und 105 Euro. Entscheidend ist, wann der Lenker die Haltelinie überfahren hat. Unabhängig von der Geldstrafe kostet dieses Delikt aber auch einen Punkt im Führerscheinregister.
Viele ignorieren rote Ampeln
Fast jede zehnte Fahrt über eine Ampel passiert bei Rotlicht, damit werden in Österreich pro Sekunde sechs rote Ampeln überfahren. Die Folge sind Unfälle mit 850 Verletzten pro Jahr. Mit diesen Daten ließ zuletzt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) aufhorchen.
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