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MI | 11.04.2012
Hundsturmkapelle (Bild: ORF)
Juwel
Hundsturmkapelle erstrahlt in neuem Glanz
In völlig neuem Glanz erstrahlt die barocke Hundsturmkapelle am Rande des Bruno-Kreisky-Parks in Margareten. Nach sieben Jahren wurde die Generalsanierung nun abgeschlossen.
Franz Anton Maulbertsch ist einer der Hauptvertreter österreichischer Spätbarockmalerei.
Kostbare Barockfresken entdeckt
Es war ein Glücksfall, wie ihn Restauratoren nur selten erleben. Günter Schweiger, Bauleiter der MA 34 (Bau- und Gebäudemanagement): "Das Heikelste war das Freilegen des Freskos an der Kuppel. Als wir mit den Arbeiten begonnen haben, war die Kapelle eine Rumpelkammer."

Unter mehreren Schichten kamen schließlich kostbare Fresken zum Vorschein, die von einem der Hauptvertreter österreichischer Spätbarockmalerei, Franz Anton Maulbertsch, stammen.
Fresko in der Hundsturmkapelle (Bild: ORF)
Tor zur Hundsturmkapelle (Bild: ORF) Nur an besonderen Feiertagen offen
Um die barocke Eingangstüre ist ein Stahlglasportal gebaut worden, um sie vor Umweltschäden zu schützen. Geöffnet wird die Kapelle nämlich nur für Gottesdienste an besonderen Feiertagen.

Völlig erneuert werden musste auch der Boden der Kapelle. Er ist wieder auf das ursprünglich tiefere Niveau gesenkt worden. Restauriert wurde auch die Statue des Johann Nepomuk, Schutzheiliger der Brücken, dem die Kapelle geweiht ist.
Statue des Hl. Nepomuk (Bild: ORF)
Die Sanierung kostete 290.000 Euro.
Letzte der Linienkapellen
Die Hundsturmkapelle in der Schönbrunner Straße 124 ist die letzte der so genannten Linienkapellen, die um die Mitte des 18. Jahrhunderts entlang des Linienwalls errichtet wurden.

Die Generalsanierung der Kapelle wurde in den vergangenen sieben Jahren durch die MA 34 im Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt durchgeführt. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund 290.000 Euro.
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