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MI | 11.04.2012
Häupl mit Handy (Bild: APA)
Politik
Streit über Handybetreiber im Rathaus
Seit dem Anbieterwechsel von A1 zu T-Mobile für das Diensthandynetz der Stadt tobt ein Streit. A1 hat nun Klage beim Verfassungsgerichtshof eingereicht, weil bei der Ausschreibung nicht alles ordnungsgemäß abgelaufen sei.
Handybetreiber-Wechsel sorgt für Streit zwischen der Stadt und der Mobilkom.
Keine Details verraten
Bürgermeister Michael Häupl und 7.300 Stadtangestellte telefonieren künftig mit T-Mobile. Das sei besser und billiger, hieß es zumindest von der Stadt. Dabei beruft man sich auf die Ausschreibung, bei der T-Mobile besser abgeschnitten habe als der Handybetreiber Mobilkom mit A1.
"Unterpreisiges" Angebot?
Die Mobilkom sieht das allerdings anders und fühlt sich über den Tisch gezogen. Weshalb und warum genau, will man bei A1 aber nicht sagen, man verweist auf ein laufendes Verfahren.

Kolportiert wird laut der Tageszeitung "Die Presse" jedoch, dass der Hauptvorwurf der Mobilkom darin besteht, dass T-Mobile "unterpreisig" angeboten habe. In der zuständigen Magistratsabteilung wird dem jedoch widersprochen.

Derzeit läuft die Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof, der jetzt prüft, ob bei der Vergabe alles gepasst hat. Bis es eine Entscheidung gibt, werden noch Monate vergehen.
Millioneneinsparung erwartet
Inzwischen werden an die Stadtmitarbeiter bereits die neuen T-Mobile-Handys verteilt und es läuft der Testbetrieb. Durch den neuen Anbieter erhofft sich die Stadt auf jeden Fall große Einsparungen. Künftig will man im Jahr nicht mehr über neun Millionen Euro vertelefonieren, sondern nur noch acht Millionen.

Die Mobilkom bekämpfte die Neuvergabe auch beim unabhängigen Vergabekontrollsenat. Der Senat hat dem Unternehmen jedoch bereits im Februar eine Abfuhr erteilt.
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