Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Bild: APA.
Verkehr
U2-Station am Hauptbahnhof zu kompliziert
Eine Anbindung der U2 an den geplanten Hauptbahnhof istzu kompliziert. Das sagte Planungsstadtrat Rudolf Schicker (SPÖ) bei einer Pressefahrt. Die ÖVP kritisiert die vorgestellten Trassenführung.
Technisch schwierig, zeitlich inkompatibel.
Anbindung nur mit großem Aufwand
Die vorgesehene U2-Verlängerung in Richtung Süden zieht eine Schleife um den geplanten Hauptbahnhof. Eine Anbindung im Bereich des Südtiroler Platzes wäre - so wird von Seiten der Stadt betont - nur mit "extrem großem" Aufwand möglich. Dabei würde die Station der U2 tiefer als jene der U1 zu liegen kommen.

Zudem passen die Zeitplänen nicht zusammen: Der Hauptbahnhof soll bereits 2013 seinen Vollbetrieb aufnehmen, also vor dem Baubeginn für die U2-Verlängerung, der für das Jahr 2014 geplant ist.
Planungssprecher Hoch verlangte bessere U-Bahnanbindung.
ÖVP: "absolute Fehlplanung"
Diese Trassenführung sei "eine absolute Fehlplanung", kritisierte ÖVP-Planungssprecher Alfred Hoch in einer Aussendung. Er spricht von einem "üblen Schildbürgerstreich Schickers bei der U2 Verlängerung".

Er verlangte für den Hauptbahnhof eine bessere Anbindung: "Ein Verkehrsknoten dieser Größenordnung mit nur einem U-Bahn Anschluss wäre für jeden vorausschauenden Verkehrs- und Stadtplaner ein Ding der Unmöglichkeit."
Wienkarte mit U-Bahn-Netz und möglichen Verlängerungen (Bild: APA/Wiener Linien)
Am Frachtenbahnhof entsteht ein neuer Stadtteil.
Stadtentwicklungsgebiete mit U2 anbinden
Die U2 endet künftig nicht am geplanten Hauptbahnhof, sondern in einem Stadtentwicklungsgebiet weiter südlich.

Das dortige Areal wird derzeit als Frachtenbahnhof genutzt. In Zukunft soll dort ein eigener Stadtteil mit mehr als 5.000 Wohnungen, Büros und Geschäften für rund 13.000 Menschen entstehen.
Fünf neue Stationen werden gebaut.
Geplante Fertigstellung 2019
Die U2 wird in südliche Richtung um 4,7 Kilometer verlängert und führt künftig vom Karlsplatz über den Schwarzenbergplatz, den Rennweg, die Aspanggründe weiter über das Arsenal bis zur Endstation Gudrunstraße.

All diese Gebiete seien mit öffentlichen Verkehrsmitteln noch nicht ideal erschlossen, so Planungsstadtrat Rudolf Schicker (SPÖ). Bis es so weit ist, wird es aber noch dauern: Die Fertigstellung der U2-Verlängerung ist für 2019 vorgesehen.
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