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MI | 11.04.2012
Arzt (Bild: ORF)
Medizin
Zelltherapie-Affäre: Kein Geld von Patienten
Nach der Krebstherapie-Affäre am Wiener AKH sind nun die ersten Ergebnisse der internen Untersuchungen bekannt. Demnach flossen keine Gelder von Patienten für die Therapie, die zwei Ärzte als Heilmittel angepriesen hatten.
Die Ärzte hatten mit ihrer Therapie Hoffnungen geweckt.
Patienten "nicht zu Schaden gekommen"
Die beiden klinischen Abteilungsleiter Sepp Leodolter und Johannes Huber wollten gemeinsam mit dem niederösterreichischen Unternehmen "Cell Med Research" eine neue Zelltherapie gegen Krebs entwickeln. Am Wiener AKH wurden dafür Studien mit Krebs-Patienten durchgeführt.

Dann der Verdacht, der heftige Debatten auslöste: Die umstrittene - noch nicht etablierte - Krebstherapie sei schon vor ihrer Zulassung Patienten gegen Geld angeboten worden.

Diesen Verdacht widerlegt das Wiener AKH nun: Geld von Patienten floss für die Therapie keines. Überhaupt seien Patienten nicht zu Schaden gekommen, hieß es.
Interview in Wochenmagazin
Die beiden Gynäkologen hatten in einem Wochenmagazin ihre Zelltherapie als Heilmittel gegen Krebs propagiert und damit kaum erfüllbare Hoffnungen bei Krebs-Patienten erweckt.
Fehler von den Gynäkologen inzwischen eingeräumt.
Untersuchungen gehen weiter
Eine Antwort auf die Frage, inwieweit die Vorgangsweise der beiden Gynäkologen wissenschaftlich vertretbar ist, steht noch aus. Der Weisenrat der Medizinischen Uni Wien beschäftigt sich voraussichtlich noch bis Ende September mit der Werbeaktion der beide Ärzte für die umstrittene Therapie. Sie haben das Unternehmen "Cell Med" mittlerweile verlassen.
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