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MI | 11.04.2012
Wienerwald (Bild: APA)
Wirtschaft
Restaurantkette Wienerwald in Turbulenzen
Die Geflügelrestaurantkette Wienerwald kämpft weiter ums Überleben. Das Unternehmen ist mit einer Million Euro überschuldet und will daher drei weitere Filialen schließen. Die restlichen Restaurants sollen modernisiert werden.
Bis Ende 2008 sollen wieder Gewinne fließen.
Neues Image für Tradionsrestaurants
Das Image entstauben, die Restaurants modernisieren und die Speisekarte den veränderten Kundenwünschen anpassen - so lautet die Antwort der Geschäftsführung von Wienerwald auf die schlechten Bilanzdaten von 2006.

Man sehe allerdings schon eine Trendwende: "Das Jahr 2006 ist nicht zufriedenstellend verlaufen. Das Jahr 2007 läuft aber besser, sonst würde es das Unternehmen nicht mehr geben." Im ersten Quartal 2007 sei "alles nach Plan" gelaufen, bis Jahresende 2008 sollen wieder Gewinne fließen.
Zahlungsfähigkeit nur durch Lieferantenkredite.
Vogelgrippe schuld für Umsatzminus
Im Lagebericht zur Bilanz 2006 betonte Wienerwald selbst, dass die Zahlungsfähigkeit nur durch Lieferantenkredite aufrechterhalten werden könne. Das Unternehmen sei zum Bilanzstichtag mit einer Million Euro überschuldet gewesen, der Umsatz sei von 12,1 auf 10,3 Millionen Euro geschrumpft.

Als Gründe für das Minus bei den Umsätzen führt das Unternehmen etwa die Vogelgrippe an, die den Konsumenten den Gusto auf Geflügel verdorben hätten. Man plane daher, Gerichte ohne Geflügel anzubieten.
Bereits 2002 in Insolvenzverfahren
Seit Jänner 2006 gehört die österreichische Wienerwald-Kette dem BZÖ-Politiker Harald Fischl. Das Unternehmen beschäftigt rund 320 Mitarbeiter und betreibt 17 Restaurants und zwei Franchise-Unternehmen in ganz Österreich.

Wienerwald war schon 2002 in die Insolvenz geschlittert. Das Verfahren endete damals mit einem Ausgleich.
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