Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
"Falsche" Pflegerin der Familie Schüssel vor Gericht (Bild: APA)
Gericht
Höhere Strafe für "falsche" Schüssel-Pflegerin
Die Strafe gegen jene Frau, die sich gegenüber einer Zeitung als Pflegerin der Schwiegermutter des Ex-Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel (ÖVP) ausgegeben hatte, ist erhöht worden. Verurteilt wurde die Frau wegen übler Nachrede.
Frau muss 1.300 Euro zahlen
Die als "Frau Maria" in einem Exklusivinterview der Öffentlichkeit präsentierte "falsche" Pflegerin muss statt 200 nun 1.300 Euro bezahlen. Das entschied am Mittwoch das Oberlandesgericht Wien.

Die Frau hatte behauptet, Schüssels Ehefrau Krista und ihre Schwester, die eine Pflegehelferin für ihre Mutter organisiert hatten, hätten sie weit unter dem üblichen Mindestlohn beschäftigt und zudem gewusst, dass sie sich dabei eines illegalen Beschäftigungsverhältnisses bedienten.
Alles erfunden
In Wahrheit handelte es sich bei "Frau Maria" um eine Freundin des Journalisten, der eigenen Angaben zufolge aufzeigen wollte, wie Schlüsselloch- und Scheckbuch-Journalismus funktioniert.

Er hatte zuvor mit einem Leserbrief im "Standard" für Aufsehen gesorgt, in dem er dem damaligen Bundeskanzler Doppelmoral vorwarf, weil er einerseits öffentlich erkläre, es gebe keinen Pflegenotstand, während andererseits in seiner Familie "nicht ganz legal" eine slowakische Pflegerin tätig sei.
Ganz Österreich
Wien News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News