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MI | 11.04.2012
Paulus Manker und Hilde Sochor (Bild: ORF)
Theater
Wer den Nestroy-Preis 2007 bekam
Er gilt als Oscar des österreichischen Theaters: Am Samstagabend wurde der Nestroy-Preis 2007 vergeben. In elf Kategorien wurden Theaterschaffende ausgezeichnet - Hilde Sochor wurde für ihr Lebenswerk geehrt.
Sylvie Rohrer (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer) Sylvie Rohrer beste Schauspielerin
Den Nestroy als beste Schauspielerin nahm Sylvie Rohrer entgegen. Sie wurde für ihre Medea in dem "Medea"-Projekt von Grzegorz Jarzyna und für Elfriede Jelineks Monolog "Über Tiere" (beide im Burg-Kasino) ausgezeichnet.
"Medea"-Projekt im Kasino am Schwarzenbergplatz.
Regisseur Jarzyna prämiert
Jarzyna wurde mit seinem "Medea"-Projekt im Kasino am Schwarzenbergplatz für die beste Regie ausgezeichnet. Er gab sich in seiner Dankesrede "so surprised".
Bernhard Schir (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
"Das Fest" in der Josefstadt.
Bernhard Schir bester Schauspieler
Bernhard Schir gewann als Christian in der Josefstadt-Produktion von "Das Fest" den Nestroy als bester Schauspieler. Er stach damit unter anderen Burg-Star Gert Voss aus. Der Abend sei "einer der schönsten meines Lebens", sagte Schir in seiner Dankesrede.
"Das purpurne Muttermal" im Akademietheater.
Autorenpreis an Rene Pollesch
Rene Pollesch erhielt den Autorenpreis. "Ich wüsste niemanden, dem ich diesen Preis lieber überreichten wollte", sagte Laudator Martin Wuttke, der an der Uraufführungsproduktion "Das purpurne Muttermal" im Akademietheater mitwirkte.
"Moliere. Eine Passion" bei den Salzburger Festspielen.
Beste Ausstattung von Katrin Brack
Den Nestroy für die beste Ausstattung bekam Katrin Brack für die schneereiche Salzburger Festspielproduktion von "Moliere. Eine Passion" in der Regie von Luc Perceval. Den Preis für die abwesende Bühnenbildnerin nahm der Schauspielchef der Salzburger Festspiele, Thomas Oberender, entgegen.
Moliere-Inszenierung (Bild: APA)
"Die Weberischen" im MuseumsQuartier.
Spezialpreis an Stephanie Mohr
Die junge Regisseurin Stephanie Mohr erhielt den Spezialpreis für die Inszenierung von "Die Weberischen" von Felix Mitterer in einer Vereinigte-Bühnen-Produktion im MuseumsQuartier. Leer ging unter anderen das Kollektiv maschek (für "Beim Gusenbauer" im Rabenhof nominiert) aus.
"Der nackte Wahnsinn" und "Liebelei" im Volkstheater.
Katharina Straßer bester Nachwuchs
Mit dem Nestroy als bester Nachwuchs wurde Volkstheater-Jungschauspielerin Katharina Straßer, die ausgerechnet an diesem Abend im Volkstheater Vorstellung hatte, ausgezeichnet. Sie gewann für ihre Vicki in "Der nackte Wahnsinn" und ihre Mizi Schlager in Schnitzlers "Liebelei".

Den Preis nahm Volkstheater-Direktor Michael Schottenberg mit den Worten "Sie ist entzückend, sie ist jung, sie ist 23" entgegen.
"Die verlassene Dido" im Nestroy-Hof.
Markus Kupferblum geehrt
Der Regisseur Markus Kupferblum wurde für seine Inszenierung von "Die verlassene Dido" im Nestroy-Hof mit dem Nestroy für die beste Off-Produktion geehrt.
"Wenn wir der Kunst das Recht absprechen, Risiko einzugehen und auch zu scheitern, haben wir keine Kunst mehr, sondern Unterhaltungsindustrie", nützte Kupferblum die Gelegenheit zu einem Plädoyer für mehr Mut von Kulturpolitikern und Intendanten.
"Maß für Maß" im Burgtheater.
Beste Nebenrolle an Regina Fritsch
Der Nestroy für die beste Nebenrolle ging an Regina Fritsch für ihre Prostituierte Chantal in der Burg-Produktion von "Maß für Maß". Da Fritsch an diesem Abend "Maß für Maß" in Köln spielte, nahmen ihre beiden Töchter den Preis entgegen und bekannten, "sehr stolz" auf ihre Mutter zu sein.
"Der Gott des Gemetzels" am Schauspielhaus Zürich.
Auszeichnung für Jürgen Gosch
Zur besten deutschsprachigen Aufführung kürte die Jury "Der Gott des Gemetzels" von Yasmina Reza (Regie: Jürgen Gosch, Schauspielhaus Zürich). Den Preis nahm in Vertretung des abwesenden Regisseurs der Intendant des Zürcher Schauspielhauses, Matthias Hartmann, entgegen.
Hilde Sochor (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Laudatio von Paulus Manker.
Hilde Sochor für Lebenswerk geehrt
Die 83-jährige Volksschauspielerin Sochor erhielt zum Abschluss der Gala den Lebenswerk-Preis und wurde mit Standing Ovations gefeiert. Die Laudatio hielt ihr Sohn, der Schauspieler und Regisseur Paulus Manker.
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