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MI | 11.04.2012
Rettungseinsatz im Ruderclub am Dampfschiffhaufen (Bild: Rotes Kreuz Wien)
chronik
Ruderclub kämpft mit Sturmfolgen
Es war eine Spur der Verwüstung, die der Sturm im Juni hinterlassen hatte. Im Ruderclub Donaubund am Dampfschiffhaufen an der alten Donau starb eine Frau, das Vereinshaus wurde zur Ruine. Seither bemüht man sich um Spenden.
Ruine im Ruderclub (Bild: ORF)
Clubhaus immer noch eine Ruine.
Baum stürzte auf Dach
Kräne und Bäume fielen bei dem orkanartigen Sturm reihenweise in Wien um, viele Dächer mussten abgedeckt werden. Seit jenem stürmischen Tag im Juni ist im tradtionsreichen Ruderklub Donaubund buchstäblich kein Stein mehr auf dem anderen.

Das schmucke Vereinshaus ist eine halbe Ruine. Vereinspräsident Christian Rutka verlor an jenem 21. Juni seine Mutter, die die Seele des Clubs war. Als der Sturm aufkam, hatte sie mit Kindern im Haus Schutz gesucht. Ein Baum stürzte auf das Haus, die Frau starb, die Kinder überlebten.
Jugendliche zahlen keinen Beitrag
Gegründet wurde er 1918 als erster Klub, in dem auch Frauen ans Ruder durften. Heute ist es ein kinderfreundlicher Sportverein, in dem Jugendliche keinen Mitgliedsbeitrag zahlen.
Um die Zukunft des Vereins steht es schlecht.
Haus muss abgerissen werden
Mehr als 100 Siege haben die Donaubund-Ruderer im letzten Jahr eingefahren. Doch seit das Clubhaus kaum mehr benutzt werden kann, ist es vorbei mit den guten Trainingsbedingungen.

Auch vom altne Clubhaus müssen sich die Ruderer jetzt trennen. Es ist nicht mehr zu retten und muss abgerissen werden. Ein winterfester Neubau kostet rund 300.000 Euro.

In der Clubkassa ist kaum Geld. Der Verein zählt nur 80 Mitglieder, viele davon Kinder. Wenn es nach ihnen allen geht, dann soll das 90-jährige Club-Jubiläum nächstes Jahr nicht nur auf der Wiese gefeiert werden.
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