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MI | 11.04.2012
Salon5 - Theater in Rudolfsheim-Fünfhaus (Bild: salon5.at)
kultur
Wien bekommt ein neues Theater: Salon5
Ein Theater, in dem die Besucher auch miteinander ins Gespräch kommen sollen, öffnet Mitte Jänner in Rudolfsheim-Fünfhaus die Pforten. Im Salon5 wird es auch einen Barbereich geben.
Am 15. Jänner 2008 eröffnet in Wien eine neue Theater-Spielstätte.
Romane in Szene gesetzt
"Salon5" nennt sich der von Anna-Maria Krassnigg und Christian Mair in Wien-Fünfhaus etablierte Spielraum, dessen erste Premiere einer Dramatisierung des Romans "Vincent" von Joey Goebel gilt.

Der neue Salon wird in dem seit 2001 bestehenden, von einem Verein geführten Kulturraum "brick-5" eröffnet, der sein Programm künftig mit dem "Salon5" abstimmen wird. "Wenn man hineingeht, dann kommt man in keinen Keller, sondern in eine Loft", beschreibt Mair den unmittelbar ersichtlichen Unterschied zu anderen Off-Bühnen.
Von der Kulturabteilung der Stadt Wien bekommt das Projekt eine Jahressubvention von 90.000 Euro.
Räume wie ein Filmset bespielen
Die ehemalige Erbsenschälmühle, die nach einem privat finanzierten Umbau 1.000 Quadratmeter bespielbare Fläche, moderne Technik sowie Bar- und Lounge-Bereich bietet, soll "ein Ort werden, der einlädt zu ernsthafter und heiterer Auseinandersetzung über Kunst in all ihren Zwischenformen und Zusammenhängen", heißt es.

Auch die zweite Premiere ist einem Roman gewidmet: "Ich und Kaminski" von Daniel Kehlmann findet im "Salon5" am 10. September 2008 erstmals auf die Bühne. Die Räume sollen dabei nicht als klassische Bühnen, sondern eher wie ein Filmset bespielt werden, bei dem sich der Zuschauer im Geschehen wiederfindet.
Auch Wohnzimmer-Diskurse geplant.
Gespräche bei Drinks und Antipasti
"Unser Konzept ist stark auf Kommunikation ausgerichtet", sagt Mair, "die Besucher sollen miteinander und mit uns ins Gespräch kommen." Geöffnet werde jeweils bereits zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn. In der Bar gibt es Drinks und Antipasti, in der "Salon5-Bibliothek" themenspezifische Literatur zu den jeweiligen Veranstaltungen. Auch nach der Vorstellung bleibt der Salon geöffnet. Außerdem sollen Wohnzimmer-Diskurse abgehalten werden.

Das loftartige "brick-5" entspreche genau den Anforderungen eines Salons des 21. Jahrhunderts und führe außerdem eine ortsspezifische Tradition weiter, da hier früher die Turnhalle des jüdischen Makkabi-Vereins untergebracht war, in dem neben Sport- und Tanzveranstaltungen auch "gesellschaftliche Zusammenkünfte alle Art" abgehalten wurden, heißt es seitens der "Salon5"-Betreiber.
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