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MI | 11.04.2012
Kabarettist Bobby Pirron (Bild: APA / HPK)
Kultur
Letzte Ehre für Show-Legende Bobby Pirron
Bobby Pirron hat am Freitag seine letzte Ruhe am Baumgartner Friedhof gefunden. Gemeinsam mit Josef Gnapp lieferte er bis 1961 Kabaretthits, die bis heute unvergessen und markierend für das Wien der fünfziger Jahre sind.
1961 trennte sich das Duo: Josef Gnapp wechselt ins ernste Fach und wird Versichungsangestellter.
Lachsalven im Nachkriegs-Österreich
Abschied nehmen von einem der ganz Großen der Wiener Unterhaltungsszene: Bobby Pirron wurde im Grab seiner Familie am Baumgartner Friedhof beigesetzt.

Begonnen hat die Karriere des als Sohn eines Adeligen geborenen Robert Cuny de Pierron mit dem Militärdienst. Dort traf der gelernte Hotelkaufmann den Eisengießer Josef Gnapp. Ab 1946 bilden die beiden das Duo "Pirron & Knapp".

Die Texte ihrer kabarettistischen Lieder wurden nicht gesungen, sondern rasch gesprochen und nahmen die Freuden und Probleme der Zeit wie etwa das Baden im Tröpferlbad, das Goggomobil oder das "Fräulein Vera mit dem Verehrer" aufs Korn.
Nach "Pirron & Knapp" folgte Solo-Karriere
Nach der Trennung von Josef Knapp 1961 stand Bobby Pirron 35 Jahre als Solist auf der Bühne und veröffentlichte nach den 16 "Pirron & Knapp"-Schallplatten noch weitere acht Titel wie "I bin der größte Moped-Star".

1984 konnte Pirron eine "Goldene Schallplatte" entgegennehmen. 1996 wurde er mit dem "Goldenen Verdienstzeichen der Stadt Wien" geehrt.

Für Sohn Roland Cuny war er "eine Legende der österreichischen Musikszene". Eine Freundin der Familie beschreibt ihn als "sehr angenehmen, bescheidenen Menschen, der immer für seine Frau und Kinder da war, auch wenn die Erziehung der Söhne gemäß der 'alten Schule' sehr streng ausfiel".
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