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MI | 11.04.2012
Umbau Staatsoper für Opernball (Bild: APA/Barbara Gindl)
Gesellschaft
Wie die Oper zum Ballsaal wird
Rund 650 Arbeiter werken seit Montagabend daran, das Innere der Staatsoper in die große Bühne für den Opernball zu verwandeln. Die Zeit drängt, denn Generalprobe ist schon am Mittwoch.
Umbau Staatsoper für Opernball (Bild: APA/Barbara Gindl)
Neigung im Saal muss ausgeglichen werden.
Metamorphose außen und innen
Wegen des VIP-Zeltes vor der Oper ist der Aufwand heuer wesentlich höher als in den vergangenen Jahren. Ein Team von 40 Mann ist nur damit beschäftigt, das pompöse Entree vor dem Sangeshaus zu errichten. "Insgesamt sind es mehr als 12.000 Arbeitsstunden", sagte Walter Renner von den Bundestheatern.

Im Inneren der Oper wird als Erstes das Parkett aufgebaut. Rund 170 der zwei Quadratmeter großen Platten müssen jedes Jahr für die Veranstaltung verlegt werden. Um die Neigung des Zuschauerraumes auszugleichen, wird darunter eine Art Gerüst aufgebaut, damit in der Ballnacht eine ebene Tanzfläche bereitsteht.
Umbau Staatsoper für Opernball (Bild: APA/Barbara Gindl)
Logen sind Herausforderung
Einiges an Logistik fordert der Aufbau der Bühnenlogen: 70 Lkw-Fuhren sind nötig, um die über sieben Meter hohen Elemente, in denen am Ball rund 500 Gäste Platz finden, in die Oper zu transportieren. 30 zusätzliche Fuhren sind für die Errichtung des Zeltes notwendig.
Behörde muss grünes Licht geben
Ob alles geklappt hat, erfahren die Verantwortlichen Donnerstagfrüh. Die umgebaute Oper braucht erst das Okay der Behörde, damit die Reichen und Schönen darin tanzen können. "Wir haben dann bis zum Abend Zeit, etwaige Mängel auszubessern", sagte Renner.
Aufbau der Stahlkonstruktion vor der Oper
Weiße Plane kommt über unansehnliche Konstruktionen.
Zelt als Ballgewand der Oper
Es soll ein feierlicher Aufmarsch auf dem roten Teppich werden: Stahlarbeiter begannen am Montag mit dem Aufbau des 30 mal 6,5 Meter großen Zeltes, durch das die Opernball-Gäste am Donnerstag schreiten werden.

Am Mittwoch mausert sich die eher unansehnliche Konstruktion schließlich dank einer weißen Plane zu einem schicken Zelt.

Das Zelt ist auch für den erfahrenen Opern-Umbauer Renner Neuland. "Ein bisschen Bauchweh habe ich schon, aber für Stahlarbeiter ist das ein ganz normales Konstrukt", sagte er.
Zeltaufbau vor Staatsoper (Bild: APA/Barbara Gindl)
Sturmschäden gleichzeitig repariert
Ein wenig wirkte sich der Sturm am Wochenende auf den Umbau aus. Da Teile des Daches der Oper durch die heftigen Böen in Mitleidenschaft gezogen wurden, mussten diese parallel zu den Aufbauarbeiten repariert werden. Renner ist zuversichtlich, dass sich alles bis zum 31. Jänner ausgehen wird.
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