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MI | 11.04.2012
Verschlossener Eingang Schweizerhaus im Prater (Bild: APA)
gastronomie
Schweizerhaus rüstet sich für EM-Betrieb
Mehr Security- und Servierpersonal, Live-Übertragungen im Garten während der Fußball-Europameisterschaft und 250 zusätzliche Sitzplätze: Beim Schweizerhaus is(s)t man in Euro-Stimmung. Saisonstart ist am 15. März.
Geschaeftsfuehrer des Schweizerhauses Karl Kolarik (Bild: APA/Thomas Rieder)
Geschäftsführer Kolarik bereitet seine Mitarbeiter auf den Ansturm vor.
Keine spezielle "Euro-Speisekarte"
"Die Fußball-EM ist eine spannende Herausforderung für uns", erklärte Geschäftsführer Karl Kolarik. Bereits im Juni hätten die "Grobplanungen" für die Euro begonnen.

Völliges Neuland betrete man damit aber nicht. Schließlich habe man jahrzehntelange Erfahrungen mit hohem Besucherandrang nach großen Veranstaltungen im Ernst-Happel-Stadion. Trotzdem will der Geschäftsführer der für Stelzen und Bier bekannten Traditionsgaststätte das Sicherheitspersonal um rund 20 Prozent aufstocken.

Außerdem werden Mitarbeiter speziell für die "temporäre Stressbelastung" geschult, und Bildschirme werden für die Übertragungen montiert. "Fußballknödel" und Plastikbecher statt Bierkrügen werde es aber nicht geben.
Wenig Sorge wegen Hooligans
Angst vor Hooligans, die nach einem Match durch den Prater ziehen könnten, hat er nicht. Die Polizei arbeite seit einigen Jahren viel professioneller und informiere beispielsweise die Gastronomie im Voraus über etwaige Gefahrenpotenziale, so Kolariks Erfahrungen bei diversen Länderspielen.
Besonders begehrt sind in dem Traditionsbetrieb die Plätze unter freiem Himmel.
250 zusätzliche Plätze und VIP-Zone
"Wir werden rund 40 Prozent des Gartens bespielen, der Rest bleibt fußballfrei", so Kolarik über die Live-Übertragungen. Rund 250 der insgesamt 1.700 Plätze im Freien werden außerdem zur VIP-Zone erklärt, die den Genuss von Speis, Trank und Fußball in ruhiger Abgeschiedenheit ermöglichen soll.

Damit die Gäste dies auch bei Schlechtwetter ungestört tun können, werde der überdachte Gartenbereich bis zum Saisonstart 2008 am 15. März um rund 250 Plätze erweitert, so Kolarik.
Im Schweizerhaus finden insgesamt rund 2.400 Besucher Platz, 650 davon im Innenbereich des Lokals.
Uralte Tradition
Die Geschichte des Familienbetriebs reicht weit zurück. Laut Website des Lokals gab es das Gasthaus bereits vor 1766. Es trug damals noch den Namen "Zur Schweizer Hütte" - benannt nach Schweizer Jagdtreibern, die dort die kaiserlichen Herrschaften bewirteten.

Nach weiteren Namensänderungen wurde es 1868 als "Schweizer Meierei" eröffnet, um wenig später seinen endgültigen Namen zu erhalten. Seit 1920 ist der Betrieb im Besitz der Familie Kolarik.
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