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MI | 11.04.2012
Max Ernst: "Festmahl der Götter" (Bild: VBK, Wien 2008, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien)
Kultur
Berechnet, zurückgekehrt und abstrahiert
Ganz besondere Ausstellungen eröffnen diese Woche in Wien. Mathematik, die sentimentale Rückkehr eines Werks und die Entwicklung des Abstrakten stehen im Zentrum.
Melencolia I, 1514, Albrecht Dürer (Bild: Albertina) Genau + anders
Albrecht Dürer war nicht nur Künstler, sondern auch Mathematiker. Genau und anders beginnt mit ihm eine Zeitreise durch die Kunst bis in die Gegenwart, immer geleitet und geführt durch die Mathematik.

Was mit Dürers magischem Quadrat in Melencolia I begann – die Diagonalen, Spalten und Zeilen ergeben immer die Summe 34 – endet mit den Arbeiten von Sol LeWitt und Hanne Darboven, die arithmetische Systeme visualisieren. Zeitgleich entsteht die frühe Computerkunst.
Form Derivad from a Cube, 1986, Sol LeWitt (Bild: VBK Wien, 2008)
Ergänzt wird die Ausstellung durch Themenführungen, wie zum Beispiel am 12. April und am 3. Mai mit der Führung "Formale Zeichensprachen in Kunst und Mathematik" mit Patrick Puls oder am 8. und 29. März mit der Führung "Der Strich durch die Rechnung" mit Rudolf Taschner.
Porträt des Nicolaas Rockox, Rubens (Bild: Rockoxhuis, Antwerpen) Rubens im Liechtenstein
Die seltene Gelegenheit, ein Bild an einem ehemaligen Ausstellungsort zu betrachten, ermöglicht die Ausstellung "Samson und Delilah. Ein Rubens-Gemälde kehrt zurück" im Liechtenstein Museum.

Rubens hatte das Gemälde um ca. 1610 für seinen Gönner Nicolaas Rockox gemalt, und es an die Gegebenheiten in dessen Wohnung in Antwerpen angepasst. Die Flammen aus dem darunter befindlichen Kamin sollten die Gesichter von unten warm beleuchten, das von links einfallende Tageslicht Schatten werfen.
Samson und Delilah, Peter Paul Rubens (Bild: The National Gallery, London)
Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Bild an Fürst Johann Adam Andreas I. von Liechtenstein verkauft. Bis 1880 blieb das Bild in der Sammlung der Liechtensteins. Nun wird es im Palais wieder an seinem ehemaligen Ausstellungsort gezeigt – gemeinsam mit Ölskizzen Rubens' aus seiner Antwerpener Zeit und anderen Exponaten der Sammlung Rockox.
Exotische Vögel, Wassily Kandinsky 1915 (Bild: Staatl. Tretjakow-Galerie Moskau) Monet - Kandinsky - Rothko
Die Abstraktion ist ein zentrales Thema der modernen Malerei. Im BA-Ca-Kunstforum zeigt die Ausstellung "Monet – Kandinsky – Rothko und die Folgen" deren Entwicklung von ihren Pionieren wie Monet bis hin zu zeitgenössischen Positionen.

Traditionen, Analogien und Differenzen zwischen verschiedenen künstlerischen Werken unterschiedlicher Generationen werden dargestellt. Künstler erweiterten den Begriff der Abstraktion, um mehr Freiheit zu erlangen, etwa durch Zitate oder Reflexion der "Natur".
"Aran", Bernard Frize 1992 (Bild:Florian Kleinefenn, Paris)
Internationale Werke von Monet, Kandinsky, Rothko oder de Kooning stehen in der Schau in einem Dialog mit abstrakt arbeitenden Künstlern aus Österreich. Zu sehen sind Werke von Erika Giovanna Klien, Arnulf Rainer, Maria Lassnig und Hubert Scheibl.
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