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MI | 11.04.2012
Wiener Philharmoniker (Bild: APA)
Kultur
Anschluss: Philharmoniker entkräften Kritik
Die Wiener Philharmoniker haben Kritik zurückgewiesen, wonach sie eine Zusammenarbeit mit den Organisatoren der Staatsopern-Gedenkschau zum 70. Jahrestag des Anschlusses behindert hätten.
1995 wurde mit Ausstellung und Veranstaltung gedacht.
Keine Einladung zur Mitarbeit
"Wir sind nicht zur Mitarbeit eingeladen worden", sagte Clemens Hellsberg, Vorstand der Wiener Philharmoniker am Donnerstag. Er hätte das eigentlich als Selbstverständlichkeit empfunden, sagte er und verwies auf das Jahr 1995.

Damals hatten die Philharmoniker mit einer Veranstaltung und einer Ausstellung unter dem Motto "Ein Haus gedenkt nach 50 Jahren" an die Vergangenheit erinnert.
Wissenschaftliche Arbeit im Archiv.
Keine Verpflichtung für Archiv
Die am Mittwoch bei einer Pressekonferenz erhobenen Vorwürfe, Recherchen behindert beziehungsweise erschwert zu haben, wies er zurück: "Ich begrüße alles, was hier wissenschaftlich weitergebracht wird." Die Philharmoniker hätten bisher nur nicht die Möglichkeit gehabt, einen entsprechenden Archivzugang zu gewährleisten und wissenschaftliche Betreuung sicherzustellen.

Als Verein sei man "weder dazu verpflichtet, ein Archiv zu haben, noch dieses öffentlich zu machen", so Hellsberg. Was bei der Pressekonferenz unerwähnt geblieben ist, sei, dass derzeit ein Student des Zeithistorikers Oliver Rathkolb im Philharmoniker-Archiv arbeite.
"Opfer, Täter, Zuschauer" in Staatsoper
Am Mittwoch war bei der Pressekonferenz zur Ausstellung "Opfer, Täter, Zuschauer" der Wiener Staatsoper aus Anlass des 70. Jahrestages des Anschlusses an Nazi-Deutschland die Zusammenarbeit mit den Philharmonikern kritisiert worden.
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