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MI | 11.04.2012
U2-Station Ernst-Happel-Stadion (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
verkehr
Endstation Happel-Stadion ab 10. Mai
Ab 10. Mai, knapp 77 Jahre nach seiner Eröffnung, ist das Ernst-Happel-Stadion mit der U2 erreichbar. Die derzeit dreieinhalb Kilometer lange Strecke wird rechtzeitig vor der Euro vom Schottenring bis zur EM-Finalarena verlängert.
Probefahrt der U2 zum Happel-Stadion (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Kosten für neuen Abschnitt: 890 Millionen Euro.
Weiterer Ausbau bis 2013
Auch die bis Mai verlängerte Stecke der U2 wird aber nur eine Zwischenstation sein: 2010 soll die Erweiterung bis zur Aspernstraße im Bezirk Donaustadt eröffnet werden. Bis 2013 ist geplant, die U2 zum Flugfeld Aspern zu führen.

Von der bisherigen Endstelle Schottenring werden die Züge ab Mai zu den neuen Stationen Taborstraße, Praterstern, Messe-Prater und Krieau bis hin zum Stadion fahren. Die Errichtung dieses Abschnitts wird laut Wiener Linien 890 Mio. Euro kosten.

Zwei Jahre später folgen die Stationen Donaumarina, Donaustadtbrücke, Stadlau, Hardeggasse, Donauspital und Aspernstraße. Die U2 wird dann auf insgesamt 12,5 Kilometern unterwegs sein.
U2-Station Ernst-Happel-Stadion (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
In zehn Minuten von Fanmeile zum Stadion
Laut Wiener Linien ist ein Vier-Minuten-Intervall zu Spitzenzeiten geplant. Bei Großveranstaltungen im Stadion kann aber das Intervall auf unter zwei Minuten reduziert werden. Wer etwa vom Karlsplatz zu einem Fußballspiel ins Happel-Stadion fahren möchte, ist in Zukunft 15 Minuten unterwegs.

Von der Fanmeile bis zum Stadion dauert es zehn Minuten. Bisher ist das Stadion nur mit Straßenbahn bzw. Bus erreichbar.
U2-Station Stadion (Bild: APA/Pfarrhofer)
Ein spezielles System soll vermeiden, dass es zu gefährlichen Situationen kommt.
Geländer und bewegliche Türen für Sicherheit
Nach Großveranstaltungen ist der Andrang auf die Öffis dort gewaltig. Damit es in der neuen U-Bahn-Station nicht zu gefährlichen Situationen kommt, verfügt sie nicht nur über drei Gleise, sondern es wird auch ein spezielles Sicherheits- und Zugangssystem mit beweglichen Türen eingebaut.

Um kein allzu großes Gedränge aufkommen zu lassen gibt es vor dem Eingangsbereich sogenannte Vereinzeler, also schlangenförmig angeordnete Geländer.
Herausforderung: Station "Schottenring"
Eine technische Herausforderung stellte auch die neue Station "Schottenring" dar. Sie wurde unter den Donaukanal verlegt. Damit wird es auch einen Zugang auf der Seite Wien-Leopoldstadt geben.
Mexico Nudes Spencer Tunick Photography (Bild: EPA)
Nackte sollen für Spencer Tunick posieren.
Kunstprojekt wird erste Belastungsprobe
Bereits einen Tag nach der feierlichen Eröffnung, am 11. Mai, wird das neue U-Bahn-Teilstück die erste Belastungsprobe erleben. Denn eine noch unbekannte, aber wohl größere Anzahl von Menschen wird zum Happel-Stadion kommen, um sich dort zu entkleiden: Sie tun dies im Rahmen einer Aktion des amerikanischen Künstlers Spencer Tunick.
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