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MI | 11.04.2012
Akten. (Bild: ORF)
politik
Kampusch-Akten: ÖVP empört über Vorwürfe
Die Sprecherin von Innenminister Günther Platter (ÖVP) hat betont, dass das Ministerbüro nie über Ermittlungsakten zum Fall Kampusch verfügt und auch jetzt keinen Zugriff habe. Vom U-Ausschuss fordert die ÖVP eine Entschuldigung.
Was geschah mit Unterlagen?
"Im Innenministerium sind alle Akten zum Fall Kampusch bei der Evaluierungskommission", sagte Platter-Sprecherin Iris Müller-Guttenbrunn zu den Aussagen von SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni.

Dass die von Ex-VfGH-Präsident Ludwig Adamovich geleitete Kommission Akten an die Medien gespielt haben könnte, werde wohl niemand behaupten.
ÖVP droht mit Klage wegen Rufschädigung
Der ÖVP-Fraktionschef im U-Ausschuss, Helmut Kukacka, fordert indessen eine Entschuldigung vom Ausschuss-Vorsitzenden Peter Fichtenbauer. "Sollte das bis Montagmittag nicht geschehen sein, werden wir eine zivilrechtliche Klage wegen Kredit- und Rufschädigung auf weitere Unterlassung, Widerruf und Veröffentlichung einbringen", kündigte Kukacka an.

Fichtenbauer hatte, wie auch Grünen-Sicherheitssprecher Peter Pilz, sinngemäß gemeint, dass nur die ÖVP ein Motiv zur Weitergabe von Kampusch-Akten haben könnte, um damit den Untersuchungsausschuss zu diskreditieren.
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