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MI | 11.04.2012
Konzertbesucher (Bild: APA / Hans Klaus Techt)
Kultur
Wirbel um Szene Wien
Erste Gerüchte haben in der Musik- und Veranstaltungsszene gehörig Staub aufgewirbelt: Die Szene Wien soll zusammen mit der Gasometer-Halle eine neue Eigentümerstruktur bekommen.
Neue Verhältnisse in der Wiener Musikszene: Planet-Music-Chef leitet künftig die Szene Wien.
Josef Sopper wird der neue Leiter
In der kommenden Woche wird die Wiener Stadthalle eine Neuordnung ihrer Betriebsstätten bekanntgeben: Die Veranstaltungsstätte Szene Wien in Simmering soll aus der Stadthallengruppe ausgelagert werden.

Der Veranstaltungsort in der Hauffgasse bekommt eine neue Dachgesellschaft und eine neue Leitung, nämlich den Geschäftsführer des Planet Music, Josef Sopper.

Das bisherige Gebäude des Planet Music in der Brigittenau wird abgerissen. Dafür soll Sopper künftig die Gasometer-Halle und eben die Szene Wien leiten.
Breites Musikangebot passt nicht zu Stadthalle
Wie die neue Eigentümerstruktur genau aussehen soll, wird im Laufe der kommenden Woche bekanntgegeben werden.

Das Musikangebot der Szene passe einfach nicht mehr zum sehr breit angelegten Programm der Stadthalle, meint Ernst Hoffmann, künstlerischer Leiter der Stadthalle und damit bis jetzt auch Eigentümervertreter der Szene Wien. Daher wolle man sich nach 25 Jahren davon trennen.

Das bisherige - sechsköpfige - Team der Szene Wien macht unter der neuen Leitung nicht mehr weiter. Von diesem heißt es, man habe gut gearbeitet und wolle sich nicht auf eine ungewisse künstlerische Neuausrichtung einlassen.
Grüne Kritik an der Bestellung Soppers
Heftige Kritik an der Vorgangsweise rund um die Einsetzung des neuen Szene-Wien-Chefs Sopper kommt von den Wiener Grünen.

Kultursprecherin Marie Ringler sagte: "Hier wurde in erster Linie ein braver Exekutant der SPÖ-Politik belohnt." Ringler wolle weiters wissen, ob es "für diese Position eine Ausschreibung" gab.
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