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MI | 11.04.2012
Hanappi-Stadion (Bild: APA/Pfarrhofer)
Euro '08
"Hanappi" wesentlich teurer als Donauinsel
Die Fanzone West im Wiener Hanappi-Stadion wird wesentlich mehr kosten als ein vergleichbares Projekt auf der Donauinsel, das nicht realisiert wird. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "profil".
Hanappi-Stadion soll nur bei Bedarf zur Fanzone werden.
Organisator Lanner übt Kritik
Das Projekt auf der Donauinsel ist buchstäblich ins Wasser gefallen und wurde vor kurzem abgesagt. Für das Public Viewing auf der Insel waren 1,9 Millionen Euro veranschlagt.

Die Fanzone West im Hanappi-Stadion werde über fünf Millionen Euro verschlingen, berichtet nun "profil". Dabei dient sie nur als Notprogramm: Aufgesperrt werden soll das Stadion nämlich nur, wenn der Besucherandrang in der Innenstadt zu groß wird.

Allein für Sanitäter und Sicherheitspersonal sind im Stadion je 1,5 Millionen Euro budgetiert. Michael Lanner, Geschäftsführer der Eventagentur Festakt, die das Projekt Donauinsel organisieren wollte, hält das für deutlich zu hoch: "Die Sicherheitsleute hätten uns nur 800.000 Euro gekostet, die Sanitäter 600.000."
Ohne Ausschreibung keine Subventionen
Dennoch wäre das Public Viewing auf der Donauinsel nur mit finanzieller Unterstützung der Stadt durchführbar gewesen.

Subventionsansuchen von Festakt wurden jedoch nicht bewilligt. "Man hat uns erklärt, dass sich die Stadt nicht ohne Ausschreibung an einem privaten Projekt beteiligen kann", so Lanner gegenüber "profil".

Ungelöst seien auch die Verkehrsproblematik in Hütteldorf und der Transport der Fans. Um 40.000 Menschen ins Stadion zu bringen, würde die U-Bahn-Linie U4 nach Berechnungen der ÖVP rund fünf Stunden benötigen.
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