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MI | 11.04.2012
Jürgen Melzer bei der BA-CA-Tennis-Trophy (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Sport
Feigl legt für TennisTrophy "Hand ins Feuer"
Der TennisTrophy in der Wiener Stadthalle droht nach einem Bericht der "Wiener Zeitung" 2009 das Aus. Es fehle die Zusage des bisherigen Hauptsponsors. Turnierdirektor Peter Feigl legt hingegen für 2009 "die Hand ins Feuer".
Peter Feigl (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Verhandlungen mit der Bank Austria über das Turnier 2009 schauen laut Turnierdirektor Peter Feigl "sehr gut" aus.
Entscheidung wird im Juni bekannt gegeben
Turnierdirektor Peter Feigl sagte hingegen gegenüber Radio Wien, dass es sehr wohl konkrete Verhandlungen mit der Bank Austria für das Turnier 2009 gebe: "Die schauen sehr gut aus", so Feigl. Das Ergebnis werde wie immer im Juni bekannt gegeben. Feigl: "Ich lege meine Hand ins Feuer, dass es 2009 wieder eine TennisTrophy geben wird."

Zur Kritik des Rechnungshofes über erhöhte VIP-Kosten sagte Feigl, er könne sich unter anderem überlegen, die Preise zu erhöhen. Das müsse aber noch überlegt werden.

Ändern soll sich, wie schon länger bekannt ist, die Organisationsstruktur. So soll es ein Joint Venture der Wiener Stadthalle mit dem Duo Peter Feigl/Herwig Straka geben. Das Duo soll 50 Prozent der Veranstaltung und damit auch der Gewinne oder Verluste übernehmen. In den kommenden Wochen soll darüber konkret mit der Stadthalle verhandelt werden.
Rechnungshofbericht sieht Zukunft des Traditionsturniers gefährdet.
Zuschauerrekord im Vorjahr
57.000 Fans hatten bei der BA-CA-TennisTrophy im Vorjahr für einen Zuschauerrekord gesorgt. In den Jahren davon konnten selbst Stars wie Jimmy Connors, Pete Sampras, Andre Agassi, Boris Becker oder Thomas Muster die Halle nicht so füllen. Stadthallen-Direktor Peter Gruber und Turnierdirektor Peter Feigl jubelten. Die Rede war von einem "sensationellen Turnier" und "stolzen Tagen".

Der Jubel ist längst verklungen. Ein Rechnungshofbericht trübt nun die Vorfreude auf das Turnier im kommenden Oktober. Es könnte die letzte TennisTrophy werden. Laut "Wiener Zeitung" fehlt immer noch die Zusage des bisherigen Hauptsponsors Bank Austria.
Turnier wird zur Hälfte aus Sponsorgeldern finanziert.
Verluste in den letzten drei Jahren
Die Zeitung zitiert aus dem druckfrischen Bericht. Demnach habe das Turnier in den letzten drei Jahren nur noch mit Verlust durchgeführt werden können. Zwar sei der Verlust zuletzt auf 141.276 Euro gesunken, doch kritisierte der Rechnungshof, dass die Kosten für die VIP-Betreuung um knapp 60.000 Euro auf 515.582 Euro gestiegen sind.

Das Turnier ist zur Hälfte aus Sponsorgeldern finanziert. Die Zusage von Hauptsponsor und Namensgeber Bank Austria fehle aber. Laut Bericht ist "derzeit eine weitere Sponsoringtätigkeit (...) von der Zustimmung des Mutterkonzerns (UniCredit, Anm.) abhängig". UniCredit sei bisher nicht als Sponsor von Tennisveranstaltungen in Erscheinung getreten.
Turnier 2008 ist gesichert.
Heuer 450.000 Euro Verlust erwartet
Die Wiener Stadthalle bestätigt laut "Wiener Zeitung" einen möglichen Ausstieg bei "nicht adäquater Finanzierung" und dass es bisher tatsächlich noch keine Zusage des Hauptsponsors gibt. Gleichzeitig sei auch die Suche nach einem Ersatzsponsor ohne Erfolg geblieben.

Somit fehlen für das Turnier 2009 laut Kontrollamt 1,1 Millionen Euro. Für die Bank-Austria-TennisTrophy von 4. bis 12. Oktober 2008 sei ein Defizit von 450.000 Euro zu erwarten.
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