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MI | 11.04.2012
Hotelzimmer (Bild: ORF)
tourismus
Hotels erwarten Gästeminus während EM
Unzufriedenheit mit der Auslastung an spielfreien Tagen herrscht laut einer Studie in vielen Wiener Hotels. Teilweise wird sogar mit einem Minus während der Euro gerechnet. Nur in den teureren Häusern ist die Stimmung besser.
Besser sieht es für Vier- und Fünfsternhäuser aus.
Schlechtere Auslastung als im Vorjahr
Die Auslastung wird insgesamt unter dem eines "normalen" Junis liegen, so das Ergebnis einer Studie des Instituts für Tourismus- und Freizeitforschung an der Wirtschaftsuniversität Wien. Drei Wochen vor dem Anpfiff wurden etwa sechzig Hotels in Wien befragt.

Insgesamt dürfte in den kategorisierten Hotels - Massenquartiere für Fans wurden nicht in die Umfrage einbezogen - die Auslastung unter dem Juni des Vorjahres liegen. Es zeigen sich aber deutliche Unterschiede bei den Kategorien.
Unterschiede in Kategorien
Während sich die Fünfsternhäuser über ein erwartetes Nächtigungsplus freuen und sich das Großereignis auch auf die Viersternhotels eher positiv auswirken dürfte, ist die Dreisternhotellerie mit ihren Erwartungen eindeutig vorsichtiger. Gut ein Drittel davon rechnet sogar mit einem mehr als fünfprozentigen Auslastungsrückgang im Juni 2008 gemessen am Vorjahr.
Steigt Umsatz dennoch?
Vor allem die Auslastungssituation zwischen den Spieltagen hätten sich knapp 50 Prozent der befragten Hotels besser erhofft. Ein Drittel hat diesbezüglich sogar eigene, konkrete Vermarktungsmaßnahmen gesetzt, um die Auslastung doch noch zu erhöhen.

Deutlich besser sieht es beim Umsatz aus: Der könnte im Juni insgesamt steigen. Allerdings, so meinen die Studienautoren, dürfe die Preissensibilität der Gäste nicht unterschätzt werden. Gäste könnten durch zu hohe Preise auch vergrault werden.
Euro-Teuro-Flucht befürchtet
75 Prozent der Hotels sind der Ansicht, dass allein Meldungen, wonach Wien während der Euro wesentlich teurer als sonst sei, potenzielle Gäste fernbleiben lassen.
Euphorie hält sich in Grenzen
Manche Gästeschichten, so sagen rund 90 Prozent der Hotels, verzichten wegen der Euro auf eine Reise nach Wien. Rund die Hälfte der Betriebe hofft jedoch, dass diese ihren Aufenthalt zu einem späteren Zeitpunkt nachholen werden.

Rund 50 Prozent der befragten Hotels sind der Meinung, die Euro werde positive Impulse für die touristische Nachfrage in Wien mit sich bringen - immerhin ein Drittel glaubt das aber nicht.
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