Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Prater Vorplatz (Bild: APA/Martin Fichter)
Kommunales
Laska weist Kritik wegen Praters zurück
Über das "Planungsdebakel" auf dem Pratervorplatz ist es im Wiener Gemeinderat nach einer Dringlichen Anfrage zu einer heftigen Debatte gekommen. Vizebürgermeisterin Grete Laska (SPÖ) sprach von Unterstellungen.
"Persönliche Untergriffe".
Laska: "Verzerrt" und "falsch"
Laska zeigte sich über die Vorwürfe erbost. Vieles sei verzerrt und unterstellt, anderes schlichtweg falsch. So gebe es zurzeit keine ungenutzten Flächen oder Baustellen, sondern lediglich Nachbesserungsmaßnahmen.

"Persönliche Untergriffe auf mich zeugen vom Charakter des Absenders und werden von mir auch so bewertet", sagte die für den Prater zuständige Vizebürgermeisterin in Richtung der Grünen.
"Idee und dramaturgisches Konzept haben überzeugt."
Mehrere Antworten verweigert
Laska verweigerte unter Berufung auf den Verfassungsdienst des Magistrats die Antwort auf mehrere Fragen. Diese beträfen nicht ihren Wissensstand, sondern die Stadt Wien Marketing und Prater Service GmbH - damit sei der Gemeinderat nicht zuständig.

Vehement dementierte Laska ein Naheverhältnis zu Explore-5D-Geschäftsführer Gerhard Frank: "Ich habe kein wie immer geartetes Verhältnis zu Herrn Frank."

Zum Zuschlag an diese Firma sagte sie, Idee und dramaturgisches Konzept hätten überzeugt und seien mit den Leitlinien für den Prater vereinbar gewesen. Die Überprüfung der wirtschaftlichen Gebarung von Firmen falle nicht in ihre Kompetenz.
"Vergabe an befreundeten Unternehmer"
Zuvor hatte die Opposition Laska und die regierende SPÖ massiv angegriffen. Die Planungssprecherin der Grünen, Sabine Gretner, hatte das Projekt und dessen Vergabe ohne Ausschreibung an Explore 5D von Anfang an kritisiert.

"Es hat keinen Wettbewerb gegeben, es war eine direkte Vergabe an einen offensichtlich befreundeten Unternehmer. Es gab keine Prüfung, ob diese Firma überhaupt in der Lage ist, so ein Projekt abzuwickeln", so Gretner.
"Teure optische Katastrophe"
ÖVP-Klubchef Matthias Tschirf sprach von einer teuren optischen Katastrophe: "Und das um 32 Mio. Euro, in alter Währung eine halbe Milliarde Schilling, freihändig von der SPÖ vergeben. So, meine Damen und Herren, wird in dieser Stadt mit dem Geschmack und dem Geld der Bürger umgegangen."
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