Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Hans-Jörg Schimanek im Rathaus. (Bild: APA)
Politik
BZÖ schließt letzten Mandatar Schimanek aus
Im Wiener BZÖ hängt der Haussegen schief. Hans-Jörg Schimanek, einziger Wiener Mandatar des Bündnisses, wurde aus der Partei wegen "jahrelanger Intrigen" ausgeschlossen.
"Grosz ruiniert Ansehen der Partei."
"Völlig illegale Privatveranstaltung"
"Wir erachten die Entscheidungen als völlig illegal", sagte ein empörter Schimanek. Er sprach von einer "Privatveranstaltung", die hinter dem Rücken der Mehrheit des Vorstandes einberufen worden sei. Schimanek und drei weitere Amtsträger wurden dabei ausgeschlossen.

Die Fäden in dieser Aktion ziehe BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz, der mit "peinlichen Presseaussendungen" das Ansehen der Partei ruiniere. Gegen Grosz und die Situation im Wiener BZÖ seien die Verhältnisse der FPÖ Niederösterreich unter Ewald Stadler gesittet gewesen, so Schimanek weiter.
Ehemaliger Spitzenkandidat in Wien.
"Abgehobene Herrschaften"
Auch der Wiener Landesparteiobmann Michael Tscharnutter zähle zum Dunstkreis von Grosz. "Die Herrschaften sind derart abgehoben, dass sie vergessen, dass Politik kein Selbstzweck ist", sagte Schimanek.

Er war 2005 BZÖ-Spitzenkandidat in Wien und führte heuer die Partei in die Niederösterreich-Wahl. Er ist bzw. war als Bezirksrat in Floridsdorf der einzige verbliebene Mandatar des BZÖ in Wien.
"Erboste Menschen".
"Jahrelange Intrigen" als Grund
Anders sieht das Landeschef Tscharnutter. Schimanek sei ordnungsgemäß und nahezu einstimmig aus der Partei ausgeschlossen worden. Grund dafür seien "jahrelange Intrigen" gewesen, die die Menschen so erbost hätten, dass sie sich spontan zu dem Schritt entschlossen hätten.
"Manches ist so falsch, dass nicht einmal das Gegenteil richtig ist."
"Verzweifelte Lage in der Partei"
Für die Aussagen Schimaneks gelte: "Manches ist so falsch, dass nicht einmal das Gegenteil richtig ist", so Tscharnutter. Schimaneks Argumentation belege zudem seine "verzweifelte, isolierte" Lage in der Partei.

"Ich glaube, dass er auch psychisch in einer schweren Situation ist", sagte Tscharnutter, der daran erinnerte, dass Schimanek bei der Niederösterreich-Wahl mit dem BZÖ mit 0,72 Prozent der Stimmen hinter der KPÖ und den Christen gelandet war.
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