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MI | 11.04.2012
Bild: Klein Modellbahn
Wirtschaft
Klein Modellbahn sperrt Ende Juli zu
Der Modelleisenbahn-Erzeuger Klein Modellbahn sperrt Ende Juli für immer zu. Das Wiener Traditionsunternehmen hat die Rückkehr in die schwarzen Zahlen nicht mehr geschafft und gibt auf, berichtet die Tageszeitung "Kurier".
Rückkehr in die schwarzen Zahlen angeblich nicht geschafft.
26 Mitarbeiter werden gekündigt
"Wir stellen die Produktion mit Ende Juli ein und verkaufen bis Ende des Jahres die Restbestände ab", bestätigt Firmeninhaber Oskar Klein laut der Tageszeitung "Kurier". "Wir hätten zwar noch viele Aufträge, aber mit dem Bau von Modelleisenbahnen lässt sich nichts mehr verdienen", begründet Klein die letzte Fahrt aufs Abstellgleis.

Die sechs Filialen in ganz Österreich werden nach und nach zugesperrt, die 26 Mitarbeiter gekündigt. Ab nächster Woche werden in Wien auch keine Reparaturen mehr entgegen genommen.

Klein hofft, die speziellen Formen, aus denen die Gehäuse für Lokomotiven und Wagen hergestellt werden, gut veräußern zu können, um damit etwa Abfertigungsansprüche der Mitarbeiter abdecken zu können. "Sollte das nicht gelingen, könnte es auch eine Insolvenz geben", so Klein.
Schon länger finanzielle Probleme
Schon vor zwei Jahren geriet das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten und musste auf Drängen der Hausbank die Betriebsstätte in Wien-Atzgersdorf verkaufen, um Schulden in Höhe von 1,5 Mio. Euro zu tilgen. Die Übersiedelung der Produktion gelang aber nicht so wie geplant, hieß es nun.
Lange Geschichte
1948 gründeten die beiden Brüder Erich und Oskar Klein in Liesing einen Modelleisenbahn-Betrieb. 1985 teilte sich der Betrieb und Oskar Klein jun. gründete die Klein Modellbahn GmbH.

Der Spielwarenerzeuger Kleinbahn ist vom Aus der Klein Modellbahn nicht betroffen.
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