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MI | 11.04.2012
Ringstraße (Bild: ORF)
Verkehr
Ring-Sperre: Grüne erneuern Forderung
Die Wiener Grünen können sich nach den Erfahrungen mit der Fanzone vorstellen, den Ring zumindest bis Ende des Sommers verkehrsfrei zu halten. SPÖ und ÖVP lehnen das ab.
An einem runden Tisch sollen alle Positionen diskutiert werden.
Fanzone als Beweis
Für die Wiener Grünen war die EM ein Beweis dafür, dass auch ein autofreier Ring zu keinen nennenswerten Problemen im Verkehr führt. Sie wollen deshalb, dass die Gelegenheit genutzt und der Ring bis Ende des Sommers nur für Radfahrer und Fußgänger offengehalten wird.

Klubobfrau Maria Vassilakou fordert, dass sich alle Zuständigen an einen Tisch setzen: "Ich möchte daher anregen, dass wir bis zum Ende des Sommers den Ring so lassen, wie er jetzt ist, und die Zeit nutzen, um an einem runden Tisch alle Positionen zu diskutieren."
ÖVP: "Sperre kommt nicht infrage"
Eine generelle Ring-Sperre kommt für die ÖVP nicht infrage. ÖVP-Landesgeschäftsführer Norbert Walter forderte statt unbedachter und punktueller Einzelaktionen eine Gesamtverkehrspolitik für Wien.

Er erinnerte daran, dass es sich bei der EM um eine Ausnahmesituation gehandelt habe. Es gehe auch um den Wirtschaftsverkehr auf der Ringstraße.

Eine generelle Sperre lehnt auch ÖVP-Verkehrssprecher Wolfgang Gerstl ab, allerdings kann er sich vorstellen, in der wärmeren Jahreszeit einen "Teilbereich der Ringstraße zumindest an einem Sonntag im Monat" als zusätzlichen Freiraum zu nutzen.
SPÖ: "Ring zu wichtig"
Vonseiten der SPÖ-Stadtregierung gibt es zu diesem Vorschlag, den Ring gesperrt zu halten, ein klares Nein. Der Ring sei eine zu wichtige Verkehrsverbindung, auf die nicht verzichtet werden könne, hieß es.

"Schlechte Vorschläge werden auch dadurch nicht besser, wenn man sie ständig wiederholt", sagte Gemeinderat Karlheinz Hora.
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